Il monopolio del sale e sesso
Mit Hundeflöhen muss ich mich trösten. Bepfotet und bekrallt werde ich vom weichen Fell. Rundum Orgie. Käfer, Fliegen, Eidechsen ... welcher Eid wird da beschworen? ... Schmetterlinge und ihre Püppchen

sich begattend als wäre es der letzte Tag.

Selbst in meinem Bette wanzt sich die Fülle der Natur mit Sekundärvaginen - lecturarius! in Lectulandia.

Nur ich darbe in unseliger Singularität. Besprungen und bestiegen zwar von Heuschrecken und Ameisen, jedoch in einer wenig schmeichelhaften Weise. Vermutlich nur als Salzlieferant.

Fünf Minuten nur möcht ich mit Dir in einem Meer aus Küssen schwimmen, im Gliedergerenk versinken, dich wie ein rohes Ei behandeln, deine Schale knacken, schälen, in siedendes Öl dich werfen, mit Gewürzen bestreuen, dich schaben und wenden, das Eiweiß mit dem Eigelb vereinen und letztendlich dich verzehren.

Im Hintergrund der Zärtlichkeiten lauert stets das Ungetier, das hegen will und pflegen, gefüttert werden und betüteln. Ein Salzfaß, das im Grunde nur nach einem trachtet: dem Mono-Pol, nach Salz und Sex.


sid am 05.Okt 26  |  Permalink
Poesie liest sich in der Nacht am schönsten.

einemaria am 05.Okt 26  |  Permalink
[kuss-smiley]