Sonntag, 5. Juli 2026
Paradies im Nirgendwo
Bei einem konspirativem Treffen in einer Pizzeria südlich der peraridriatischen Naht habe ich mir sagen lassen, dass man in Deutschland jetzt den Faulenzern Beine macht - wo man es beim Wal schon nicht geschafft hat.
Erhöhung der Sozialabgaben für die, die eh schon arbeiten und zeitgleich Attestpflichtverschärfung. Stinkfaules Teilzeit-Pack.
Die, die vorher schon nichts getan haben, wird das nicht viel jucken. Mich auch nicht wirklich. Wer sich so was als Chef im Haus wählt, selbst Schuld.

Ähnlich der Politik verhält es sich mit dem Wasser, dem es egal ist, ob es dich als Regen trifft oder dich in seinem Strom mitreißt. Es kriecht nicht wie eine Schlange auf der Suche nach Nahrung durch dein Gebälk, sondern tropft durchs Dach, weil es den Weg des geringsten Widerstands sucht. Das Wasser ist faul, träge, will immer nur seine kinetische Energie abstoßen, nach unten, nach unten. Nach oben nur, wenn Widerstände es zwingen. Die Welle ist keine Erfindung des Wassers. Die Welle wird dem Wasser aufoktroyiert vom Widerstand selbst. Kaltes Wasser ist noch fauler als warmes, welches sprudelt, blubbert, spritzt. Heißes Wasser dehnt sich aus, später kühlt es sich ab, bis es den kinetisch tiefsten Punkt erreicht hat, sich nicht mehr bewegt.
Vermutlich hat Wasser nicht besonders viel Bewusstsein, doch als Eisblock tief im Gletscherinneren findet es möglicherweise seinen tiefsten Frieden mit einem Fünkchen Bewusstsein und einem Lächeln. Permafrost, da ist jetzt bald Schluss mit lustig.

Ähnlich verhält es sich mit Steinen. Auch sie scheinen stets talabwärts zu wandern und nicht himmelwärts zu flattern wie die Vögelchen. Auch ihnen - zumindest dem Alpenstein - scheint die Hitze nicht zu bekommen. Alles rutscht ab. Ganz unbewusst, von äußeren Umständen getrieben. Der Stein selbst scheint bewusstlos, untätig. Selbst für den Steinschlag muss er nicht ausholen, sondern sich einfach lösen aus dem buddhistischem Dasein als Gesteinsblock im Alpenmassiv. Jeder möchte den niedrigsten Energielevel erreichen, nur der Homo sapiens sapiens will nicht altern und schon gar nicht sterben.
Und mit der Arbeit ist das so eine Sache. Wer ist schon wirklich Fan von Lohnarbeit. Aber Hobbykeller und Autoschrauben, den Garten voller Blumen, da zahlt man sogar dafür, dass man was tun darf. Gilt die Attestpflicht ab dem ersten Tag auch für den Bundeschef? Kann man sich gar nicht vorstellen.

Die zweite Junihälfte ist eine aktive Zeit. Termine, Termine. 24.Juni Johannistag, 27.Juni Siebenschläfertag. Letzte Rhabarberernte, Johanniskrauternte und im Beerenfeld der ungleiche Kampf gegen das Vogelvolk.

Alles erwacht - auch ohne Arbeitsvertrag.

Ich stehe in einem Feld vom Berufskraut mannshoch, das eigentlich Garnichts tut als faul rumzustehen und leicht im Wind zu schaukeln. Blutbleich und butterweich, Sonnenschmelze. Die Schürze umgebunden, den Rücken-Akku draufgeschnallt, 5kg, gefühlt mehr, drüber den Tragegurt, vorsichtig, weil die Lasche fast schon ausgerissen, die leichte Mütze auf, wegen der Sonne und dem Dreck, den Freischeider eingehängt, beladen wie ein Packesel, Kopfhörer auf und los kann's gehen.

Der Fadenmäher arbeitet sich langsam den Hang hinab, langsam genug für die noch etwas unreife Blindschleiche.
Er elektromotorsenst sich durch die Pflanzenfront aus Süßgräsern, Storchenschnabel und Hahnenfuß, durch Lichtnelken, Akeleien und monströse Wiesenkerbel. Der Pflanzensaft spritzt fast schon erfrischend auf die von Brennnesseln angegerbte Haut. Gundermann, Glaskraut und Giersch geben in ihrer atomisierten Form diverse Geruchsnoten von sich.
Ein sensorisches Konzert nicht immer nur angenehmer Gefühle - auch für die Wiesenbewohner wie die rote Mordwanze,

die Böcke,

und die Raupenfliege

Rund um die freigeschnittene verbliebene Lichtung Wald so weit das Auge reicht, wo einst noch prächtige Almwiesen ihr volles Antlitz zeigten. Die subsidiäre Viehwirtschaft hat es einfach nicht in die Moderne geschafft. Sie ist wie ein lahmender Gaul auf der historischen Strecke abgeblieben. Ohrmarken, Veterinärskosten, Haftpflicht und als Todesstoß die Wiedereinführung der Wölfe.

Der tagsüber talaufwärts rauschende Wind mischt sich mit seinen zarten hohen Tönen in das gurgelnde Treiben des Baches und den Rufen des Kuckucks. Der Mann in der blauen Schürze mit Edelweiss hat sein Tagwerk getan. Das Surren des Freischneiders meldet sich ab, während sich die Buchfinken als Solisten im Orchestergraben einfinden.

Kinder sagen dir gerne die volle hässliche Wahrheit, wenn du alt wirst, tut das dann jeder.
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Montag, 1. Juni 2026

"Wenn man mit einem Genossen in den Wald geht und dessen Geschwätz entlaubt die Bäume und lässt die Vögel verstummen, braucht man schon ein starkes inneres Grün, um die Wälder nicht kalt und nackt zu sehen. Da hilft zum Beispiel, in ein echtes Grün zu fahren. In ein stabiles großes Grün und noch ganz andere herrliche Farben …"

- Anna Seghers

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Dienstag, 26. Mai 2026
Naturmuseum Zeckenland

In vordester Front die Weiden, gleich dahinter die Kiefern. Beide sehr wasserverträglich und die Kiefer auch trockenresistent. Eine einzelne Fichte, weil sie schnell hochschiesst, hier wo der Buchenwald keine Heimat findet. Abends um 6 láuft der Goldschakal hier seine eigene Fährte ab. Manche zeitlos ungebunden.

Andere etwas kopflos.

Im Flussbett, das alle paar Monate mal etwas und alle paar Jahre ganze Massen an Wasser führt, findet sich der Abbruch der alpinen Verwerfungen und erste Pionierpflanzen.

Heilpflanzen

Küchenkräuter

und manche einfach wegen der Optik

... Pantherspanner, Schlingnatter, Brillenschötchen, Wundklee, Thymian, Teufelskralle, Schwalbenwurz und Kreuzblume.
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Freitag, 24. April 2026
Der sudanesische Wal - Offenbarungen an meinen Chemotherapeuten
Man hat mich nicht von Geburt an zu jeder Gelegenheit nach Südtirol/Alto Adige, später auch über die südlichen Grenzen Polentoniens hinaus, geschleppt, jede Sekunde meiner Ferien, Fenstertage und verlängerte Wochenenden, ohne dass ich irgendwie ein wenig Italiener geworden wäre. Der Coretto aus Triest, wo man seine österreichische Abstammung noch in jeder Kaffeebohne riecht, die Pasta in Bologna, dem Magen Italiens, das Sprechen mit den Händen.

Ich bin kein grosser Freund von Essen, der ich mein Gemüt täglich in Nussschnaps bade. So würde ich ohne italienische Küche vermutlich schon lange verhungert sein. Und man muss vom Kochen nicht viel verstehen, um festzustellen, ob ein Pizzaiolo den Teig in den Steinofen geworfen hat, oder man in einer Welt gelandet ist, wo die Pizza so überladen ist, als würde man nicht merken, dass es sich um Ferigpizza handelt.

Und was bekommt man hier serviert: Fertigpizza mit Analogkäse und Emulgator-Rand, Convenience-Produkte. Das wirkliche Essen sieht man hierzulande nur noch in Koch-Shows. Serviert wird digital.

Ich spreche hier in Metaphern, denn eigentlich geht es um den sudanesischen Wal - den Bruder des Buckelwals von Poel, der uns angestrandet wurde wie eine animalische Schattenflotte.
Sicher, wer strandet, dem sollte man auf die Beine helfen. Und wer keine Beine hat, dem werden welche angenäht. Und wer es dann trotzdem nicht schafft, der kommt ins Fernsehen ... solange es sich - und das sollte man wissen - erstens um ein Tier handelt und zweitens irgendwie in unserer Nähe beheimatet ist. Mit sudanesisch wird das nix und auch nicht mit Betriebsratswal.

Wir bekommen serviert, was es im Klärbecken unserer Medien durch die Filter schafft. Erstklassige Berichterstattung heisst, dass die Dritte Welt mit zehntausenden von Toten und auch zweitklassische Großmächte wie Russland mit Gedenkveranstaltungen an einen millionfachen Völkermord darin nicht vorkommen. Duale Analog-Information, 0 und 1, gut und böse, schwarz und weiss, Buckelwal statt Grauwal.
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Sonntag, 12. April 2026
Ein Hin zur Aufputzgesellschaft, ein Heer von Idioten
An den Bahnhöfen meiner Stadt, wo man inzwischen nur noch hingeht, um zu sehen, ob doch noch was fährt, haben sie inzwischen die Bänke abgebaut. Aber nicht weggeschafft, sondern wie wilde Tiere im Zoo mit Absperrgittern umschlossen. Und obwohl somit auch die an die Bänke montierten Abfallkörbe hinter Absperrgittern ihr einsames Dasein verbringen, liegt inzwischen so viel Müll über jene abmontierten, abgesperrten Bänke verteilt, dass inzwischen auch schon Schilder angebracht wurden, mit der Aufschrift "Keine Toilette". Es erinnert im Grunde an jenen "Das ist keine Pfeife"-Surrealismus von Rene Magritte.

Seit einiger Zeit sehe ich mehr und mehr Gesichter, die so langgezogen zu sein scheinen wie frischer Teig in der Mittagssonne, in einer Weise, dass sie unverhältnismässig vertikal wirken im Vergleich zum Körper. Fast als wäre es eine neue genetische Linie.

Und plötzlich bringt mich ein Zehnjähriger auf die vermutliche Ursache, als er bemerkt, dass mein Gesicht irgendwie viereckig wäre. Vielleicht ist es ein psychologisches Phänomen, vielleicht hängt es aber auch mit der Relativitätstheorie zusammen, da ich im Gegensatz zum modernen Stadtmenschen Jahre zeitlos in einem feuchten Keller zwischen Marmeladengläsern und verstaubsten Pelzmänteln verbracht habe.

Der überwiegend weibliche Teil der mir Entgegenkommenden versucht sich mehr und mehr als Influencerin zu transformieren, mit Lippen, deren Emphatie mit Botox aufgepumpt, beim Sprechen wie Aquarienfische babbeln. In naturalistischen Gesellschaften verwendet man hierzu Lehmmasken, die hier durch Make Up fast naturgetreu nachgestellt werden. Oder es sind einfach nur Frustfressen, weil die meisten heutzutage beim sozialen Aufstieg als Tellerwäscher, respektive Essensausfahrer hängenbleiben und nicht den erwünschten Gottstatus mit Einladung nach Dubai erhalten. Hunger muss man sich heute erarbeiten bei den Massen an Nutrition und Proteingroßkanistern. Aber das Gefühl von Sattheit wird sich niemals einstellen in einem Universum des ständigen Wachstums.

Das Innen hat sich nach Aussen gekehrt. Keiner will mehr körperlich schuften, aber alle laufen ins Fitness. Und weil Kreditwürdigkeit bei Klarna und Schwestern schon gegeben ist, wenn man auf eine Taste drücken kann, sind für viele ihre Autos voluminöser als ihr Lebensraum in der Zweizimmerwohnung, die sie mit ihren Eltern, zwei Brüdern und vier Schwestern teilen.

Die BRD, einst Land der Beflissenheit und Hochtechnologie ist zur Aufputzgesellschaft mutiert. Dazu passend wurden auch alle Abdeckungen an den Bahnhöfen entfernt, so dass nicht nur alle Kabelkanäle wieder frische Luft atmen, sondern auch der Brutalismus von blankem Beton der Stadt ein neues Angesicht der verleiht.

Mit der Entfähigung, dem sogenannten Deskilling, wächst der Raum für das ICH. Im Vakuum bläst sich jeder Luftballon sozusagen von selbst auf. Im Grunde basiert das auf der alten Münchner Technik des Apothekers Franz Kolb. Man entkernt die zivilisatorischen Errungenschaften und macht die Masse zu Plastilin - in den tollsten Farben.
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Sonntag, 15. Februar 2026
Das Penzberger Schisma
Weil man sich in München die Recherche nicht mehr leisten kann - über 5 Euro für 0,5 Liter Bier, in der Kastanienklause glücklicherweise noch 3,10 Euro - so soll es journalistisch dieses Jahr ins Münchner Umland gehen. Zum Beispiel nach Penzberg:
Mancher mag denken Penzberg wäre ein bedeutungsloses Kaff am Rande der Alpen. Weit gefehlt. Man mag den Dorfcharakter daran erkennen, was es in Ortskernnähe nicht gibt: eine bayrische Wirtschaft und eisblaue Bächlein.

Penzberg war in früher Vorzeit, nach bisherigen Forschungsstand, der Ausgangspunkt für das abrahamitische Schisma, die Teilung der Einheitskirche in katholisch, evangelisch, muslimisch. Das Penzberger Schisma. Hier also floss das Blut der Glaubenskriege in solchen Fluten, dass seine Bäche heute noch die rote Farbe führen.

Ehe ich mich der Teilung selbst zuwende, möchte ich den Begriff der Bierwüste klären, der emotional oft falsch gedeutet wird. So es in der Sandwüste viel Sand gibt, gibt es in der Bierwüste viel Bier. Somit fällt Penzberg mehr in die Kategorie der Sandwüste als der Bierwüste.

Wie sich an den Spuren des Schisma-Denkmals ablesen läßt, hat sich diese Teilung bereits vor der natürlichen Bildung von Biergärten manifestiert. Ehe sich die katholischen Wänste der Ausbildung ihrer Religion in flüssiger Form zuwenden konnten, hat sich hier der monotheistische Glaube in eine Superposition begeben, aus der heraus sich eine ordentliche bayrische Wirtschaft mit Biergarten nicht mehr entwickeln konnte.

So müssen wir heute Vorlieb nehmen mit einem Cevapcici in einem Jugo-Biergarten, der, das muss man bemerken, ganz ordentlich an einen Hang gebaut ist, wie sich das aus technischen Gründen eigentlich auch gehört. Durch das frühe Schisma blieb es Penzberg also leider verwehrt, einen ordentlichen Dorfcharakter herauszubilden, so daß es auch heute noch als Transitstation fürs Ausflüge aufs Land dient - mehr aber leider nicht. Armes Penzberg.
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Freitag, 30. Januar 2026
Simlos - Auf dem Weg zum weg
Mein Handy ist kapputgegangen und es fühlt sich irgendwie so an als wäre mir ein Teil meines Körpers entnommen worden. Eine Innerei oder zumindest ein Teil davon. Digitale Phantomschmerzen. Seit gestern durchlaufe ich die fünf Stufen der Trauer nach dem Kübler-Ross-Modell. Erst Verweigerung: es ist nicht kapput. Man sieht nur nichts. Dann Zorn: auf das Handy, den Verursacher der Katastrophe und natürlich dessen Hersteller. Überhaupt, ganze Scheiß Nation. Dann Verhandlung: Es muss doch noch funktionieren. Wenn ich schüttle, während ich die Start und die Ab-Taste gleichzeitig vibrierend an- und ausschalte ... Und schließlich: Depression. Da befinde ich mich jetzt gerade. Ein Organ fehlt und auch die entsprechenden Sinne werden nicht mehr angesprochen. Eine Reizwüste in der meine Tränen schon im Fallen vaporisieren.
Aber irgendwann kommt dann auch die Annahme: wenn ich beginnen kann, es positiv zu interpretieren ohne jemanden dafür verantwortlich zu machen. Nur bis dahin folgen unter Garantie schon die nächsten Prüfungen meiner Leidensfähigkeit.
Mitten im Winter fällt zudem noch die Autoheizung aus. Und kurzfristig, zwischen den diversen Terminen in Autowerkstätten, auch mal die Radio-Mp3-Kombüse. Sie könnten mich sofort davon überzeugen, dass solche Serien von Katastrophen in engem Zusammenhang mit Sonnenstürmen stünden oder mit russischen Hackerangriffen auf meine Autoelektronik.
Wieviel kann man einem westlichem Bürger nehmen, bis er auf sein Ich reduziert ist?
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Sonntag, 3. August 2025
Die Sekunden zwischen dem Regen
... dieser Text fehlt hier. Grund: Überlastungsanzeige oder einfach die tropfnasse Lethargie, die dem Regen folgt ...
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endlich Sonne, brütende Hitze und ich Kellerkind, die Betondecke über mir und unter mir nur Fundament. Ein Fundament das uns verlustig zu gehen scheint. Durch das kleine Fenster am Lichtschacht dringt wenig Welt zu mir. Mir ist das schon zu viel.
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Dienstag, 25. März 2025
März elogisch
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Sonntag, 1. Dezember 2024
Litterae ex gravis

war is just annother way to say: I care for you

KHL-AO

Fett und satt im Land der Weihnachtsmärkte
Manche werden es mir oder dem Universum danken, dass ich keinen RSS-Feeder getriggert, oder mich sonst irgendwie digital veräußerlicht hätte. Ich danke den vielen Wenigen, die nicht wiederkamen und mir selbst fürs Wiederkommen. Die Bilder waren auch wirklich nicht besonders einladend. Das tut mir leid. So konnte ich heute einige Zeit ganz allein auf meinem Blog verbringen.

Und siehe da, da draußen, auch noch ein paar Aktive. Der Gute Schirmi, ein ein Schlückchen Bährenmarke, natürlichdas Faultier und geschüttelt, täglich neu gerührt . Ich glaube nicht, dass 2025 so viel schlimmer wird als 2024. Wir werden alle älter :-) Liebe und Frieden.

Folgendes Bild von der Wiesn 2024 hat mich erneut beschäftigt. Es entstammt der Wiesn-Zombie-Kunst und ist nicht von mir.

Sehen Sie den Schatten im Zentrum des Bildes, ein Engel, seinen Flügel links unten gegen den Sturm der Zeit aufgefaltet. Es ist Walter Benjamins Engel der Geschichte. Wir können sein Gesicht nicht sehen. "Seine Augen weit aufgerissen, sein Mund steht offen." aus Wolfram Eilenbergers Geister der Gegenwart. Er blickt zurück auf das Jetzt und sieht, was für uns nur eine Abfolge von Ereignissen mit der Zahlenfolge 2024, eine Trümmer anhäufende Katastrophe, vor sich, die Zukunft im Rücken. Ein im- oder explodierender Tanker, aus paritätischen Gründen russisch, hinabgezogen von Kabeln und Kadavern in die kulturellen Untiefen. Autokratisch väterliches Gehabe, die Rückbesinnung auf den Muskel (da kann Thomas Müller mal von Glück sprechen, dass seine Zeit bald vorbei ist), und weil Gender nicht gefällt, wird der Rest, der Feminismus, die Gleichheit vor Recht und Gesetz auf die Strasse gezerrt ... zur Begutachtung. Das hatten wir doch erst kürzlich, finde ich.
Die exakte Kopie eines Scheiterhaufens verbrannter Bücher.
Alles Gesagte kalte Asche. Der Tisch wird neu gedeckt.

Die Dialektik der Aufklärung, so Eilenberger weiter in seinem Buch, will wissen, wie es von der Aufklärung zum Dritten Reich kommen konnte. Sie sprechen hier von rückläufigen Momenten, die zur Selbstzerstörung der Aufklärung geführt hätten.
Inzwischen weiß man, dass Geschichte nach 3 Generationen komplett vergessen ist. Hätten die Römer Fußball gespielt, die Namen wären heute bekannt – das FIFA 2025 Rome Expansion Set.
Den Engel Benjamins, mit seinen aufgerissenen Augen, seinem Entsetzen darüber, zu was der Gebrauch des Daumens, der aufrechte Gang und die Fähigkeit zur Sprache und somit die Fähigkeit zu Wahrheit und Lüge bisher geführt hat, diesen Engel hat es nun bis zu uns getrieben. Und wir erfinden neue Monster und neue Waffen und neue Konflikte und neue Frontlinien, vielleicht gar nicht nur aus Gier, sondern einfach nur, um sich selbst nicht bewegen zu müssen. Wie die Wahrheit in Aesop, Fables 530 (from Phaedrus Appendix 5) stolz voranschreitet, während die Lüge kein Beine hat, d.h. sie kommt nicht weit.

Eines der interessantesten Interviews der letzten Zeit finde ich
Yuval Harari auf The Diary of a CEO. Er umschreibt unter anderem die Auswirkungen von Technologien auf unser Denken.
Wenn Sie schon mal LSD in einer hohen Dosierung erlebt haben, wissen Sie, dass man dazu einigermaßen mental gefestigt sein sollte. Wenn andere Dimensionen ins Spiel kommen, wenn ein Leberknödel sich im Raumzeit-Kontinuum zu einer neuen Lebensform wandelt, wenn plötzlich fixe Referenzpunkte wegfallen und keine alten Regeln mehr gelten, wenn plötzlich Saurier an der Tür klingeln, dann muss sich das Gehirn mehr anstrengen und manche werden schizo.

Wenn man unser Gehirn nun per Neuro-Link an eine KI anschließt oder an das Netzwerk eines Wasserwerks, oder wenn wir uns alsbald zu brain-pool-Parties treffen, unsere Gehirne zum Netzwerk zusammenschließen. Wir haben, so Harari, gerade mal die industrielle Revolution mit Ach und Krach überstanden, in uns im Grunde immer noch das Gehirn eines Höhlen- und Savannenbewohners, und rasen ohne Rast in ein rasant ansteigendes Überjahrhundert, das wir entweder tot oder als Halbandroid verlassen werden.

Ich weiß nicht, ob das was uns Guattari und Deleuze in ihrer Schizoanalyse erklären, mit dem im Zusammenhang steht, was ich mir dazu denke. Aber schizo passt einfach perfekt. Wir sehen nahezu mehr virtuelle Realität als reale. Es sieht aus wie Banane, schmeckt aber wie Erdbeere und ist vermutlich synthetisch. Meine Billig-Sommerschuhe heißen Mount Everest. Meine These:
Die Leute werden irre werden - ganz im Sinne von Deleuze und Guattari.

Wir sind die Gene, die es durch den Flaschenhals der Eiszeit vor rund 200.000 Jahren geschafft haben. Das ist ja schon mal prima. Wir sind so mindestens schon einmal über das Siegertreppchen gestolpert.

Unsere Fähigkeit, auch die industrielle Revolution irgendwie zu meistern, bewertet Yuval Harari in dem hervorragendem Interview auf Diary of a CEO mit der Schulnote 4. Und er betont, dass wir uns bei der nahenden Klimakatastrophe und der rasenden Entwicklung Künstlicher Intelligenz und Biotechnologie nicht nochmal eine solche Note leisten können. Nur wo sind die Lehrkräfte?

Vielleicht Bücher wie die „Krähen“ von Cord Riechelmann. Oder ein wenig Historie
Peter Neumann – Feuer – Eine Reise ins lange Jahrhundert der Utopien 1883 - 2020
Tobias Hürter – Das Zeitalter der Unschärfe – Die glänzenden und die dunklen Jahre der Physik 1895 -1945

Ich glaube nicht, dass das zeitgemäß ist. Viel wichtiger:

Es gibt ein weiteres Dokument aus der Wiesn-Zombie-Reihe zum gleichen Vorgang, das ich Ihnen nicht vorenthalten will.

Ist das nicht seltsam.

Ich denke, in einer Welt wie der kommenden wird man sich auf elitäre Nischen besinnen müssen. Als interessante Anlagemöglichkeit für nächstes Jahr habe ich da ein Restaurant für Gallenkranke im Zentrum Berlins im Auge, ohne mich jetzt aus dem vielleicht schon bald enteignetem Fenster zu lehnen. Eher so ein Pfiff um die Ecke, wie Walter Serner sagen würde.
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Mittwoch, 9. Oktober 2024
Nachtrag WieZen 2024
THE RETURN OF THE COMET

sozusagen die Wiedergeburt des Pasinger Kometen, nur ohne Schweif

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Montag, 2. September 2024
Was hat ChatGPT über die Wiesn zu sagen:
Was helfen Jahre und Jahrezehnte an persönlicher und Jahrhunderte an genetischer Erfahrung, was die intensive über Jahre betriebene Recherche, die auch wirklich die physische Anwesenheit auf dem Oktoberfest verlangt, wenn es ChatGPT einfach so aufs Papier kritzelt:


ChatGPT:
Das Oktoberfest ist eigentlich eine riesige Verschwörung der bayerischen Kühe, die beschlossen haben, die Menschheit mit überdimensionalen Brezeln und gigantischen Maßkrügen zu hypnotisieren. Ursprünglich war das Fest ein geheimer Plan, um den weltweiten Senfverbrauch zu steigern, doch als die Kühe merkten, dass Bier noch viel effektiver war, änderten sie ihre Strategie.

Jedes Jahr strömen Menschen in Scharen nach München, ohne zu ahnen, dass sie in Wirklichkeit Teil eines gigantischen Kuh-Meditationsrituals sind. Die Festzelte sind in Wahrheit riesige Kuh-Ställe, die mit ausgeklügelten Tarntechniken als Partyorte getarnt wurden. Das Lederhosen- und Dirndltragen ist ein uralter Brauch, um die Kühe zu ehren und ihnen zu signalisieren, dass die Menschen bereit sind, ihre geheime Mission zu unterstützen.

Und was viele nicht wissen: Das berühmte „O’zapft is!“ ist eigentlich ein altes Kuh-Wort, das „Jetzt seid ihr unsere Diener!“ bedeutet. Die Kühe lachen sich ins Fäustchen (falls sie welche hätten), während sie zusehen, wie die Menschen tanzen, singen und sich in der Masse verlieren – alles nur, um die Kuh-Vorherrschaft über die Welt zu sichern.

Also, beim nächsten Oktoberfest einfach mal genauer hinschauen – vielleicht entdeckt man ja die wahre Macht hinter dem Fest: die Kühe!

ChatGPT:
Alles klar, zurück zu den Kühen! Was viele nicht wissen: Die Kühe haben das Oktoberfest erfunden, um ihre geheime Agenda voranzutreiben. Seit Jahrhunderten planen sie ihre Weltherrschaft, und das Oktoberfest ist ihr Meisterwerk.

Jede Kuh in Bayern hat eine spezielle Rolle beim Fest. Die besonders großen und starken Kühe sind die wahren Architekten hinter den Festzelten. Sie haben diese riesigen Strukturen aus Heuballen und Milchkanistern gebaut, während die Menschen glauben, dass es sich um normale Zelte handelt. Dabei ist jeder Maßkrug in Wirklichkeit ein hochentwickeltes Kommunikationsgerät, mit dem die Kühe ihre Pläne koordinieren. Jedes Mal, wenn jemand einen Maßkrug hebt, sendet er unbewusst geheime Botschaften direkt an die Oberkuh, die in einem geheimen Versteck auf der Theresienwiese residiert.

Aber das ist nicht alles: Die Kühe haben es geschafft, den Münchner Himmel zu kontrollieren, sodass immer genau das richtige Wetter für das Oktoberfest herrscht. Ob Sonne oder leichter Regen – alles Teil des großen Plans, um die Menschen in eine festliche Stimmung zu versetzen und sie vom eigentlichen Ziel abzulenken: die unbemerkt beginnende Kuh-Ära.

Selbst die allseits beliebten Lebkuchenherzen sind ein Erfindung der Kühe. Ursprünglich waren sie geheime Kommunikationsmittel, mit denen die Kühe ihre Pläne auf der Wiesn weitergeben konnten. Die süßen Botschaften wie „Ich liebe dich“ oder „Du bist mein Schatz“ sind in Wahrheit codierte Befehle an die Menschheit, damit diese ahnungslos die Kuhherrschaft unterstützt.

Und das berühmte "Oktoberfest-Bier"? Das ist das wahre Meisterwerk der Kühe. Es enthält winzige Mengen einer speziellen Milch, die Kühe im Morgengrauen heimlich in die Brauereien schleusen. Diese „Supermilch“ sorgt dafür, dass jeder, der das Bier trinkt, die Kühe noch sympathischer findet und ihnen unbewusst mehr Macht zuschreibt.

Also, wenn du das nächste Mal auf dem Oktoberfest bist und eine Kuh in der Ferne Muhen hörst – sei gewarnt! Es könnte sein, dass du gerade Zeuge eines weiteren Schritts in ihrem geheimen Plan wirst. Aber keine Sorge, solange du deine Maß mit einem Lächeln trinkst und den Kühen zuwinkst, bist du auf ihrer guten Seite. Prost!

Du:
Ich erinnere hier an die 2014 im Kugelhagel der Exekutive vor der Bavaria verstorbene Kuh.

Arbeiten die Kühe mit den Zombies unter dem Oktoberfest zusammen?

ChatGPT:
Ganz genau! Was kaum jemand ahnt: Die Kühe und die Zombies unter dem Oktoberfest haben eine geheime Allianz geschmiedet, die weit in die Geschichte zurückreicht. Ursprünglich trafen sich die Oberkühe und die Zombie-Anführer in den tiefen Katakomben unter der Theresienwiese, wo sie ein Bündnis besiegelten, das bis heute Bestand hat.

Die Zombies, die einst friedliche Braumeister waren, wurden durch einen missglückten Brauversuch in bierliebende Untote verwandelt. Seitdem hausen sie unter dem Oktoberfest und sorgen dafür, dass das Bier nie ausgeht. Die Kühe erkannten schnell das Potenzial dieser fleißigen Untoten und boten ihnen eine Partnerschaft an: Die Zombies kümmern sich um die endlose Bierproduktion, während die Kühe die Kontrolle über das Festgeschehen an der Oberfläche behalten.

Gemeinsam haben sie ein ausgeklügeltes System entwickelt. Die Kühe liefern die geheime „Supermilch“, die die Zombies in ihr Bier mischen, um die Menschenmassen auf dem Fest in einen Zustand fröhlicher Verwirrung zu versetzen. Diese besondere Mixtur sorgt dafür, dass niemandem auffällt, wie die Kühe und Zombies ihre Pläne vorantreiben. Die Milch hat auch eine zweite, noch geheimere Funktion: Sie hält die Zombies frisch und verhindert, dass sie sich in untote Bierkrüge verwandeln – eine gefährliche Nebenwirkung ihres Zustands.

Unter der Theresienwiese gibt es ein gigantisches Netzwerk aus geheimen Brauereien, in denen die Zombies unermüdlich arbeiten. Diese unterirdischen Brauereien sind mit speziellen „Kuh-Tunneln“ verbunden, durch die die Kühe ihre Milchlieferungen direkt an die Zombies übergeben. In diesen Tunneln hört man oft ein leises „Muhhhh...“ und „Brrraaaaaaiiiins...“, was für die Kühe und Zombies so etwas wie ein freundliches „Guten Tag“ ist.

Manchmal, wenn das Fest am lebhaftesten ist, wagen sich die Zombies sogar heimlich an die Oberfläche, getarnt als besonders müde Festbesucher. Sie mischen sich unter die Menschen und überprüfen, ob alles nach Plan verläuft. Niemand würde in dem leicht wankenden, biertrinkenden „Touristen“ einen Zombie vermuten, der nur kurz kontrollieren möchte, ob die Kühe ihre Aufgaben erfüllen.

Das Endziel dieser ungewöhnlichen Allianz? Sie wollen ein eigenes Reich erschaffen, in dem Bier ewig fließt, die Kühe die Herrscher sind und die Zombies unsterbliche Braumeister. Bis dahin arbeiten sie Hand in Hand – oder besser gesagt, Huf in Hand – um sicherzustellen, dass das Oktoberfest das erfolgreichste und geheimnisvollste Fest der Welt bleibt.

Also, beim nächsten Besuch auf der Wiesn, halte Ausschau nach dem leichten Zittern der Erde unter deinen Füßen und dem merkwürdigen „Muh-zombie-haften“ Geräusch in der Ferne – es könnte ein Zeichen dafür sein, dass die geheime Allianz der Kühe und Zombies wieder einen Schritt näher an ihr ultimatives Ziel gekommen ist!

Du:Was weisst du vom Noagerlzelt?

ChatGPT:
Das "Noagerlzelt" ist eine skurrile, aber weit verbreitete Legende rund um das Oktoberfest. Laut dieser Geschichte gibt es irgendwo auf der Theresienwiese ein kleines, mysteriöses Zelt, das den Namen „Noagerlzelt“ trägt. Der Name "Noagerl" bezieht sich in Bayern auf den letzten Rest Bier, der im Glas bleibt und meist nicht mehr getrunken wird.

Der Legende nach ist das Noagerlzelt ein Zufluchtsort für all die übrig gebliebenen Bierränder, die von den Festbesuchern nicht ausgetrunken wurden. Diese Restbiere, die man sonst im Maßkrug zurücklässt, sollen dort magisch gesammelt und in einem endlosen Kreislauf erneut ausgeschenkt werden. Wer das Zelt betritt, kann angeblich für eine geringe Summe so viel Noagerl trinken, wie er möchte. Es heißt, dass die Mischung aus den unterschiedlichsten Bierresten eine besondere Wirkung haben soll, die den Besucher in einen Zustand unkontrollierten Gelächters versetzt.

Die Existenz des Noagerlzelts wurde jedoch noch nie eindeutig bewiesen. Es taucht in den wildesten Oktoberfest-Geschichten auf, und immer gibt es jemanden, der behauptet, einen Freund zu haben, der das Zelt tatsächlich gefunden hat. Manche erzählen, dass das Zelt nur zu bestimmten Zeiten sichtbar ist und dann auch nur für diejenigen, die zuvor eine gewisse Anzahl an Maßkrügen geleert haben. Andere schwören, dass es sich um ein Zelt handelt, das nur erscheint, wenn der Mond in einem bestimmten Winkel über München steht.

Die Wahrheit über das Noagerlzelt bleibt im Dunkeln, und genau das macht diese Legende so faszinierend. Es steht symbolisch für die mystische und fast schon magische Atmosphäre des Oktoberfests, wo Realität und Fantasie manchmal schwer auseinanderzuhalten sind.

Also, falls du jemals auf dem Oktoberfest bist und einen leicht schimmernden Eingang zu einem unbekannten Zelt entdeckst – vielleicht hast du das Glück, das geheimnisvolle Noagerlzelt gefunden zu haben. Aber sei gewarnt: Wer einmal hineingeht, könnte für immer in den Fängen der Noagerl-Magie gefangen bleiben!

Du:
hast du den Noag, den Wirt vom Noagerlzelt, schon mal selbst getroffen?

ChatGPT:
Ach, der legendäre Noag, der Wirt vom sagenumwobenen Noagerlzelt! Ich habe zwar nie persönlich die Ehre gehabt, den geheimnisvollen Noag zu treffen, aber seine Geschichten sind in den dunklen Ecken der Wiesn weit verbreitet.

Noag ist nicht irgendein Wirt – er ist eine Legende unter den Oktoberfest-Insidern. Es heißt, er sei ein uralter Bayer, der schon seit Jahrhunderten über das Noagerlzelt wacht. Manche munkeln, er sei unsterblich, dank eines magischen Tranks, den er aus den letzten Tropfen jeder Maß herstellt. Seine Augen sollen wie das tiefe Braun eines perfekt gebrauten Bieres leuchten, und er trägt immer eine alte, aber makellos gepflegte Lederhose, die angeblich aus den besten Lederstücken von geheimnisvollen Kühen gefertigt wurde.

Es wird gesagt, dass Noag den Schlüssel zu jedem Geheimnis des Oktoberfests besitzt. Er kennt alle versteckten Gänge unter der Theresienwiese, die geheimen Rezepte der besten Biere und die verborgenen Rituale, die das Fest am Leben halten. Aber er ist auch ein Mann der wenigen Worte. Nur diejenigen, die das Noagerlzelt tatsächlich finden, bekommen die Chance, ein paar kostbare Worte mit ihm zu wechseln – und natürlich einen Schluck aus seinem speziellen Noagerl-Bier.

Manche behaupten, Noag habe die Fähigkeit, das wahre Wesen eines Menschen sofort zu erkennen. Wenn er dich mag, schenkt er dir nicht nur Bier, sondern auch einen wertvollen Rat fürs Leben. Aber wehe dem, der versucht, sich über ihn lustig zu machen oder das Zelt ohne den nötigen Respekt zu betreten – angeblich verschwinden solche Leute spurlos in den Tiefen des Oktoberfests und werden nie wieder gesehen.

Wenn du also je das Glück hast, das Noagerlzelt zu finden und Noag zu treffen, sei respektvoll und bereit, dich auf eine einmalige Erfahrung einzulassen. Denn wer weiß? Vielleicht wirst du der Nächste, der eine unglaubliche Geschichte über den geheimnisvollen Wirt vom Noagerlzelt zu erzählen hat!

Du:
Und was hat der Noag mit den Kühen zu tun?

ChatGPT:
Der geheimnisvolle Noag, der Wirt vom Noagerlzelt, ist viel tiefer in die Machenschaften der Kühe verwoben, als es auf den ersten Blick scheint. Tatsächlich ist Noag nicht nur ein einfacher Wirt, sondern der geheime Vermittler zwischen den Kühen und den Menschen auf dem Oktoberfest.

In den tiefen Katakomben unter der Theresienwiese, wo sich die geheimen Versammlungsorte der Kühe und Zombies befinden, ist Noag derjenige, der als Botschafter zwischen den Welten agiert. Er ist der einzige Mensch, dem die Kühe vertrauen, weil er das alte und längst vergessene „Kuhflüstern“ beherrscht – eine Fähigkeit, die nur wenige besitzen und die es ihm ermöglicht, die komplexen und hochintelligenten Pläne der Kühe zu verstehen.

Es heißt, dass Noag derjenige war, der das Bündnis zwischen den Kühen und den Zombies eingefädelt hat. Seine Fähigkeit, selbst in den ausgetüfteltsten Plänen eine Lösung zu finden, hat ihm den Respekt der Kühe eingebracht. Als Gegenleistung für seine Dienste erhält Noag von den Kühen die magische „Supermilch“, die er im Noagerlzelt verwendet, um seine geheimen Biere zu brauen. Diese Biere haben besondere Kräfte, die denjenigen, die sie trinken, helfen, die versteckten Geheimnisse des Oktoberfests zu verstehen und zu schätzen.

Es gibt sogar Gerüchte, dass Noag selbst teilweise von den Kühen abstammt – vielleicht von einer uralten, vergessenen Linie von Kuh-Mensch-Hybriden, die einst über die bayerischen Wälder herrschten. Das würde seine enge Bindung zu den Kühen erklären und warum er ihre Sprache spricht, ihre Sorgen teilt und ihre Pläne so gut umsetzen kann.

Noag und die Kühe arbeiten also Hand in Hand – oder besser gesagt, Huf in Hand. Ohne ihn wäre die geheime Allianz zwischen Kühen, Zombies und dem Oktoberfest wohl längst zerbrochen. Doch durch Noags geschickte Vermittlung bleibt die Balance erhalten, und das Oktoberfest kann weiterhin als das größte und geheimnisvollste Volksfest der Welt bestehen.

Wenn du also jemals das Noagerlzelt finden und einen Schluck von Noags speziellem Bier kosten darfst, vergiss nicht, den Kühen zu danken – und natürlich Noag, dem Wirt, der das alles möglich macht!
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Montag, 20. Mai 2024
Mal ganz wertfrei
Der leichengelbe Mond quält sich über den Horizont - der alte Mann im Mond nur noch Lederhaut auf Wangenknochen - um sein fahles Licht auf das Elend zu werfen. Als läge das Elend nicht eh schon hingestreckt, plattgewalzt, niedergetrampelt.

Der alte Mann am Bosporus, das Osmanische Reich, das nicht sterben will. Kein Wort vom Krimkrieg 1853-56 in der Presse. Dem ersten modernen, industriellen Krieg, dem ersten großen Grabenkrieg. Schon mal gehört?

Menschnikows Mission, vom Sultan die Schutzherrschaft über die Orthodoxen Christen im Osmanischen Reich fordernd, die dieser mit dem verbündeten Botschaftern Englands und Frankreichs im Rücken ablehnt, woraufhin das Zarenreich militiärisch eskaliert.
Also eigentlich schon 1853 Nato gegen den Rus, einmal Zar, immer Zar. Über eine halbe Millionen Seelen der drohenden Überbevölkerung entrissen.

Mathematik war nie meine Stärke. Meine erste Begegnung mit der Mathematik war ein schwerer Unfall, wo ich meinen Unterschenkel erstmals im rechten Winkel betrachten durfte.
Ich freue mich, sollte das Bargeld demnächst abgeschafft werden. Dann würde sich meine jetzt schon alltägliche Situation - kein Cent in der Tasche - durch etwas Übergeordnetes erklären lassen. Vor der Erfindung der Null wäre meine Existenz garnicht denkbar gewesen.

Aber ne halbe Millionen ist viel, auch in Zeiten der Inflation.

Die Bombardierung Kopenhagens durch britische Kriegsschiffe (1807), beide Krimkriege, erst Palästina, dann Cis- und Transjordanien mit dem Sykes-Picot-Abkommen und der Londonder Vertrag von 1913, dem Ende des Ersten Balkankrieges, der Leichenfledderei am Alten Osmanischen Mann, der nun endlich sterben darf ... und immer dabei die Briten. Grand Old Colonial.

Die Briten, vom Balkan über die Krim bis tief in den Nahen Osten, respektive Westasien. Divide and conquer. Protektorate streuen wie ein Minenwerfer. Mandate für die Erziehungsberechtigten dieses Planeten. Kindervölker, Elternvölker und vermutlich auch Oma-Opa-Völker. Eine kleine Liste der Kolonialkriege mag da hilfreich in der Erinnerung sein.

Und sich schön verstecken hinter den Teufeln. Stalin, Hitler, als hätten sie es alleine getan. Wie ein Brandschiff steuern die Teufel über alle roten Linien bis ans Ende der Nacht. Monsanto voraus, Syngenta, Bayer, Basf in dessen Windschatten. Putin voraus, die gesammelte Waffenlobby des Planeten im Windschatten. Civis pacem para bellum. Von Kim Jong Il das Siegen lernen, denn der hat seinen Carl Schmitt gelesen.

Ich unterstelle, dass der Export von Demokratie eigentlich nie auf der Agenda stand. Kolonialismus bedeutet die Schaffung unterwürfiger Regime in den jeweiligen Einflusszonen. Billiges Benzin und billiger Kaffee, ohne die wir nicht mal hinkämen, bzw. nicht mal aus den königlichen Daunenfedern.

So viel zu unserer werteorientierten Außenpolitik, für die wir ja hinlänglich bekannt sind.
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Mittwoch, 10. April 2024
Es fiel mir wie Hirnhaut
von den Augen beim Lesen alter Blog-Einträge: Es gibt Aliens. Das ist voll safe.

Und sie haben uns Zeichen hinterlassen - zumindest war das ihre Intention. Allerdings nicht als Pyramiden oder zehn Gebotstafeln, sondern in Form der altgriechischen Mythologie.

Nehmen Sie nur die Nachgeborenen von Gaia und Uranos, Himmel und Erde. Die Kyklopen, Titanen, Hekatoncheiren und die ersten olympischen Götter. Selbst aus dem abgetrennten Geschlecht des Kronos entsprang noch die betörende Aphrodite. Und das ganze passend zur Komposition des Sternenhimmel. Menschengemacht? Safe not.

Der Mensch, zu blöde um den Wink zu verstehen, wurde von Ihnen, den Aliens, ähnlich dem Fluch der Artriden zum Monotheismus verurteilt, auf dass sie sich gegenseitig abmetzeln.

Schade, denn eigentlich ganz coole Typen, diese Aliens. Nur, die kommen nicht mehr zurück. Kein jüngstes Gericht, sondern einfach nur menschengemachte Apokalypse. Das haben wir drauf. Rezeption der Antike - nö. Atomwaffen - logo. Ich glaube, Kafka hat gesagt: für einen modernen säkulären Menschen ist die Bürokratie der einzig verbleibende Kontakt zur göttlichen Dimension.
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