Things are said and Things are sad.
Glauben Sie nicht, dass das Gejammer über die Wiesn mich nicht selbst schon aufregt. Das gehört zu den Things are said. Irgendwann reichts, weil man sich wiederholt. Eine Dauerschleife mit leicht veränderten Worten. Der gleiche Sermon Jahr für Jahr.
Das tut der Tatsächlichkeit natürlich keine Abbruch. Auch der biologische Alltag kreiselt im Jahreszyklus - nur mit leichten Variationen. Salbei- und Thymianernte. Neue Johannisbeeren eingekocht in die alten ausgewaschenen Gläser. Neue Pilze aus altem Myzel. Nur bei Socken klappt das nicht.
Und warum sollte es für andere schlecht sein, nur weil ich dessen überdrüssig. Wiesnbier gibt es schließlich in vielerlei Hinsicht.

KI übernehmen Sie. Das wird münchenkotzt.de nicht über die Runden retten. Wobei ich nicht glaube, dass die Massenproduktion von generierten Texten, Bildern, Musik und Videos den human factor aus diesen Bereichen vollständig verdrängen wird. Wer sich aber von diesem Strudel mit sich reißen lässt, wird vermutlich auf Halde landen - als Schaffender noch mehr als als Konsument. Das gehört dann zu den Things are sad.

Man kann auch Handys verwenden ohne die Fähigkeit zum Briefeschreiben zu verlieren. Wahrscheinlicher ist, dass die Post dann die Briefe verliert. Wer allerdings seine Liebesbriefe von der KI schreiben lässt, dem ist auch therapeutisch nicht mehr zu helfen. Da wird dann auch der nachfolgende Sex nur KInder produzieren.

Bei jedem verblüffendem youtube-Video denkt man inzwischen an einen Deepfake. Demnächst wird uns das auch bei Telefonanrufen ähnlich ergehen. Im Grunde gab es das aber schon immer. Ich denke da nur an die konstantinische Schenkung. Nur weil es echt aussieht oder klingt. Das geht mir bei jedem Lob meines Mannes so.


manhartsberg am 27.Sep 26  |  Permalink
Ägyptischer Regulierungstee
"..nur weil ich dessen überdrüssig." Noch dazu, wo doch heuer in alter Wildwest-Manier nach österreichischem Puff- und Stephansdomvorbild auch die aktuelle Variante von Hamlin´s Wizard Oil angeboten wird. Vielleicht zur Abwechslung in die Oberpfalz?

einemaria am 27.Sep 26  |  Permalink
Sie schneiden da ein wichtiges Thema an: die Wiesn und der Wilde Westen. So kam natürlich auch Buffalo Bill mit seiner Wild-West-Show 1890 auf die Theresienwiese. Danke auch für den mir entfallenen Begriff des Quacksalbers und dem daraus resultierendem Schlangenöl.