Montag, 9. März 2020
Krake läuft auf Grundrecht - Tiefseefischer der Hochfinanz
Wir hören, dass sich die Weltwirtschaft, die einzige Wirtschaft in der alle verkehren, aber nur wenige bedient werden, in einer schlechten Verfassung befindet. Ob wir aber bei solcher Verfassung einen Stephan Harbarth zum obersten Verfassungsrichter wählen sollten. Da müssten wir schon volltrunken sein. Grundrecht muss es wohl heißen, weil es auf dem Grunde eines trüben Meeres ruht, wo keiner reinsieht. Dafür muss es aber keine Krake sein, die selbiges verteidigt.

Garry Webb hat sich mit zwei Kopfschüssen das Leben genommen, nachdem er in 'Dark Alliance' über die Verbindungen von CIA und Drogenhandel berichtete, noch bevor er über etwas berichten konnte, was er die 'Krake' nannte.
Gaby Weber hat dies während ihrer bisherigen Offenlegungen der Rolle von Blackrock im Bayer-Monsanto-Fusion offenbar noch nicht getan und einen kühlen Kopf behalten.
Aber die Krake kann man sehen, wenn ihre Tentakel aus den Tiefen des Finanzdschungels an die Oberfläche geraten.
Die Saugnäpfe der Fangarme wird man nicht gleich erkennen an einem gut geschminktem Friedrich Merz, dem Aufsichtsratschef von Blackrock Deutschland, Gründungsmitglied der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Kanzleranwärter und so vielem mehr, dass Sie morgen noch mit dem Lesen des Beitrags beschäftigt wären. Sichtbarer wird die Krake, wenn man sich mal anschaut, wo sie ihre Tentakel überall so drin hat.

Laurence Douglas Fink, Gründer, Aufsichtsratsvorsitzender und Vorstandsvorsitzender des weltgrößten Vermögensverwalters BlackRock, hat nicht umsonst den Black Planet Award 2017 erhalten. Auch sein Woodrow Wilson Award 2010 ist durchaus einsichtig, wenn man sich mal die Liste der übrigen Empfänger ansieht.

BlackRock und seine Mitstreiter Vanguard und State Street, die sich mehr oder weniger gegenseitig besitzen sind zu 82%, so Lobbycontrol, Anteilseigner der 500 größten Firmen der USA. Blackrock, mit einem Kapitalvolumen, das den den deutschen Bundeshaushalt um das 20fache übersteigt, ist bei 8 der größten 30 deutschen Firmen größter Anteilseigener, sowie bei 20 weiteren mitbeteiligt.

Jetzt taucht aus den Tiefen des Finanzmarktes noch ein weiterer Fangarm der Krake auf, namens Stephan Harbarth, dessen Tätigkeiten bei der Unternehmerkanzlei Schilling Zutt & Anschütz SZA im oben verlinkten Artikel der Nachdenkseiten eindrücklich beschrieben werden.

Ob nun Merz als Bundeskanzler oder Harbarth als Oberster Verfassungsrichter, irgendwie wird die hochintelligente Krake früher oder später einen Tentakel in die Drehtür bekommen. Es ist davon auszugehen, dass sie sich schon vielerorts festgesaugt und aufgrund ihrer Fressgier schon mit dem Verdauen begonnen hat. Merz als der Chitin-Schnabel und der anständige Harbarth als das Toxin, das uns eingeflößt werden soll.

Ob man die Kopfschmerzen, die einen als Nahrungsgrundlage plagen, mit einem Kopfschuss wegbekommt? Da kann man dann einen Garry Webb schon verstehen. Mit dem Reflex der Duldungsstarre werden wir dieses Ungeheuer jedoch mit Sicherheit nicht los. Merz und Harbarth sind jedenfalls noch vermeidlich.
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