Mittwoch, 22. August 2012
Der Tod ist eine Endung - Kapitel 1 Traumsequenz 1
Mein sehniger Volkskörper brät in knapp vierzig Grad , der Schweiß verdampft noch in Pore, selbst die verstaubten Gedankengänge bleiben staubtrocken. Ähnlich einer Käsekrainer im Sonnensturm schießen Fontänen aus Fett aus meiner Bauchdecke. Meine eruptive Fettschicht wabert und brodelt. Ich liege so fett auf der Sonnenschaukel, daß ich mich am liebsten selbst anbeißen würde.

Man muß kein Staatsmann sein, keinen Machiavelli oder Sun Tzu gelesen haben, vielleicht das kleine rote Buch, um zu erahnen, mit welcher Schlagkombination ein glorreicher Sieg zu erringen ist: Erst der linke Haken und dann die rechte Gerade. Der Begriff "Antäuschen" muß hier geboren sein, denn schließlich rückt man ja doch mit der Wahrheit heraus.

Mit der Sprungkraft eines Flohs zuckt meine Hand zurück, als sie versehentlich meine brandheiße HK USP berührt. Ein heißes Eisen, das sich, zumindest in meinen Händen, zur letzten Bastion der Freiheit und der Toleranz verwandelt. Combat Version, also keine Sicherung. Zwei, mit der USP, drei Dinge, deren massives Gefährdungspotential die Bundesbevölkerung und alle genverwandten Arten bei weitem unterschätzen.

Frei zu sein bedarf es wenig und wer frei ist, ist ein König. Frei von Besatzung, von Besetzungen wie Besitz, Beziehungen, frei von Angst. Fluktuativer als das Hicks-Boson. Frei von Anziehung wie auch Abstoß, die reine Energie nach der Zündung. Ein eigenes Paralleluniversum im freien Flug - sei es Ausdehnung oder Kontraktion. Die Bewegung in Reinform. Die Hinwendung zum Nichts, die Annäherung an die Nullform der Nichtexistenz.
Faschismus kommt in vielen Formen und Rythmen.
Eine grenzenlose Welt, in der uns "linke" Gedanken den Weg bahnen, in denen der Minenräumer des Marxismus und der Fatalismus der Liberalität der Gewalt Tür und Tor öffnen. Eine freie Welt, in der alles erlaubt ist. Wer braucht schon Regeln, wenn er gut gewappnet und bewaffnet ist. Ich drehe meine Volkskörper leicht nach rechts, um links ein wenig anzubräunen. Das Leben ist weit weniger als temporal.
 473 klicks