Sonntag, 7. Juni 2020
Known Unknowns
Endlich Regen. Langer Regen. Unendlich langer Regen. Und mehr Freiheit. Bewegungs- und Versammlungsfreiheit. Freiheit für mehr und Freiheit für weniger. Die Freiheit, sich Clopapier und Hefe zu kaufen, aber auch freier von Sorgen und Einschränkungen ... und gleich mal Rentenerhöhung. Für mich eine Art "Unknown Knowns". Die Ideologie der Besitzstandswahrung.
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Montag, 9. März 2020
Krake läuft auf Grundrecht - Tiefseefischer der Hochfinanz
Wir hören, dass sich die Weltwirtschaft, die einzige Wirtschaft in der alle verkehren, aber nur wenige bedient werden, in einer schlechten Verfassung befindet. Ob wir aber bei solcher Verfassung einen Stephan Harbarth zum obersten Verfassungsrichter wählen sollten. Da müssten wir schon volltrunken sein. Grundrecht muss es wohl heißen, weil es auf dem Grunde eines trüben Meeres ruht, wo keiner reinsieht. Dafür muss es aber keine Krake sein, die selbiges verteidigt.

Garry Webb hat sich mit zwei Kopfschüssen das Leben genommen, nachdem er in 'Dark Alliance' über die Verbindungen von CIA und Drogenhandel berichtete, noch bevor er über etwas berichten konnte, was er die 'Krake' nannte.
Gaby Weber hat dies während ihrer bisherigen Offenlegungen der Rolle von Blackrock im Bayer-Monsanto-Fusion offenbar noch nicht getan und einen kühlen Kopf behalten.
Aber die Krake kann man sehen, wenn ihre Tentakel aus den Tiefen des Finanzdschungels an die Oberfläche geraten.
Die Saugnäpfe der Fangarme wird man nicht gleich erkennen an einem gut geschminktem Friedrich Merz, dem Aufsichtsratschef von Blackrock Deutschland, Gründungsmitglied der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Kanzleranwärter und so vielem mehr, dass Sie morgen noch mit dem Lesen des Beitrags beschäftigt wären. Sichtbarer wird die Krake, wenn man sich mal anschaut, wo sie ihre Tentakel überall so drin hat.

Laurence Douglas Fink, Gründer, Aufsichtsratsvorsitzender und Vorstandsvorsitzender des weltgrößten Vermögensverwalters BlackRock, hat nicht umsonst den Black Planet Award 2017 erhalten. Auch sein Woodrow Wilson Award 2010 ist durchaus einsichtig, wenn man sich mal die Liste der übrigen Empfänger ansieht.

BlackRock und seine Mitstreiter Vanguard und State Street, die sich mehr oder weniger gegenseitig besitzen sind zu 82%, so Lobbycontrol, Anteilseigner der 500 größten Firmen der USA. Blackrock, mit einem Kapitalvolumen, das den den deutschen Bundeshaushalt um das 20fache übersteigt, ist bei 8 der größten 30 deutschen Firmen größter Anteilseigener, sowie bei 20 weiteren mitbeteiligt.

Jetzt taucht aus den Tiefen des Finanzmarktes noch ein weiterer Fangarm der Krake auf, namens Stephan Harbarth, dessen Tätigkeiten bei der Unternehmerkanzlei Schilling Zutt & Anschütz SZA im oben verlinkten Artikel der Nachdenkseiten eindrücklich beschrieben werden.

Ob nun Merz als Bundeskanzler oder Harbarth als Oberster Verfassungsrichter, irgendwie wird die hochintelligente Krake früher oder später einen Tentakel in die Drehtür bekommen. Es ist davon auszugehen, dass sie sich schon vielerorts festgesaugt und aufgrund ihrer Fressgier schon mit dem Verdauen begonnen hat. Merz als der Chitin-Schnabel und der anständige Harbarth als das Toxin, das uns eingeflößt werden soll.

Ob man die Kopfschmerzen, die einen als Nahrungsgrundlage plagen, mit einem Kopfschuss wegbekommt? Da kann man dann einen Garry Webb schon verstehen. Mit dem Reflex der Duldungsstarre werden wir dieses Ungeheuer jedoch mit Sicherheit nicht los. Merz und Harbarth sind jedenfalls noch vermeidlich.
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Freitag, 7. Februar 2020
Die schwarz-blau-goldne Wurst aus Thürigen

- Hindenburg-Plan 2.0 gescheitert -

Warum die gemeinsame Wahl des Ministerpräsidenten Kemmerich in Thüringen durch AFD, CDU und FDP nicht überraschen kann - ein AFCDUDP-Kuddelmuddel mit System.

Wenn man sich über Jahre hinter verschlossenen Türen mit Vornamen anredet und an den gleichen Vorstands- und Institutstischen die Zukunft entwirft, dann vergisst man vielleicht schon mal, dass die Bevölkerung immer noch denkt, die Parteienlandschaft repräsentiere den Volkswillen.

Die Alternative für Deutschland kam ja auch nicht aus dem Nirgendwo. Sie kommt personell aus den wertkonservativen, wirtschaftsliberalen Flügeln der Christdemokraten und der FDP (Tino Chrupalla, Stephan Brandner, Marcus Pretzell, Joachim Starbatty, Bernd Lucke, Alexander Gauland, Alexander Gauland). Die AFD ist eine Ausgeburt der christedemokratischen Ideen des Berliner Kreises und der Werteunion. Sie vertritt schließlich auch nicht die arbeitslosen Wutbürger aus dem Osten, sondern beschreibt gepaart mit der FDP eine Zangenbewegung des Kapitals - mit der CDU als rostige Lokomotive.

Es sind Organisationen des Stockholm Networks wie die von Arbeitgeberverbänden getragene Lobbyorganisation Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft in denen sich parteiübergreifend beraten wird über Steuersenkungen von Unternehmen und die Verhinderung unternehmensfeindlicher Klimapolitik. Es ist die Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft, wo CDU (Saskia Ludwig), FDP (Christian Lindner, Linda Teuteburg, Edzard Schmidt-Jortzig, Gerhard Papke ua.) mit der AFD (Alice Weidel, Beatrix von Strolch, Starbatty, Olaf Henkel, Peter Boehringer ua) anbandeln - zusammen mit rechtskonservativen Politikern aus der Schweiz und der deutschen Presse (FAZ, Henryk M.Broder).

Die Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft ist wiederum mit der Friedrich-Naumann-Stiftung (FDP) über das Atlas Network verbunden. Das Atlas Network (Ayn Rand: Atlas wirft die Welt ab) arbeitet unter anderem mit den Koch Brüdern aus den USA zusammen und deren Cato Institute natürlich wieder mit der Friedrich-Naumann-Stiftung. Sinnigerweise wurde in den 50er Jahren durch den Naumann-Kreis auch von ehemaligen NSDAP-Mitgliedern versucht, die FDP zu übernehmen.

Und dann immer wieder die gleichen Namen. Sei es beim Institut für Unternehmerische Freiheit, Deutsche Stiftung Eigentum, Wirtschaftsforum der FDP.

So teilt sich die AFD ihre PR-Agentur Goal AG mit der schweizerischen SVP und der österreichischen FPÖ. Die Goal AG aus der Schweiz, wo auch Alice Weidel mit ihrer Lebensgefährtin wohnt.

Und immer wieder Friedrich Merz (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Stiftung Marktwirtschaft, Werteunion, Konrad Adam, Atlantik Brücke), unser CumCum-Geschäftsführer, der Deutschland gerne an Black Rock verkaufen würde, wie auch Monsanto an Bayer (ab min. 14:30). Der reibt sich nun die gut gepflegten Pfötchen, dass der Thüringen-Plot von AKK in die Hosen ging und mit ihm nun der marktliberalste Teil der CDU, der noch nicht zur AFD gewechselt hat, vielleicht die Macht übernehmen könnte. Ein Doppel-Coup des Kapitals mit einem extra Spin. Der Markt ist institutionalisierte Menschenliebe, wie das der deutsche Philosoph Wolfgang Kersting bei seiner Preisverleihung durch die Friedrich-Naumann-Stiftung schön bemerkte.

Für den Geldfluss sind Parteigrenzen keine Ufer.

PS: Man fefe und staune bezüglich 'aus Versehen reingerutscht'.

Noch ein Verweis auf zwei aktuelle Beiträge in Telepolis. Über den Think Tank der AFD Desiderius-Erasmus-Stiftung und einem Interview mit dem Chef der Werteunion.
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Mittwoch, 20. Februar 2019
Zeitlose Eilmeldung aus der Welt der Gladiatoren
Das muss ich jetzt noch schnell loswerden, solange die Videos und Worte noch online stehen, von Leuten wie Vincenzo Vincinguerra, einem der aktiven Zeitzeugen.

Sonst fällt es schwer zu verstehen, warum unter der Ädige der Nato Europa in den 80ern durch die Strategie der Spannung mit Bombenattentaten auf Zivilisten terrorisiert wurde. Und man bekommt dadurch ein Gespür warum das Oktoberfestattentat an ein Octobre Surprise für Franz Josef Strauss erinnert. Und wen wundert es da, dass momentan Massenmordspezialisten wie Elliot Abrams zum US Special Representative für Venezuela berufen werden. Und man denkt an den NSU und Amri und den Verfassungsschutz, die sich scheinbar fast besser kannten als so manche Familie intern.

Und man frägt sich letztendlich, ob der Terrorismus ohne die geheimdienstlich militärischen Strukturen des Staates überhaupt existieren könnte und vielleicht sogar vice versa ...
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Sonntag, 28. Mai 2017
Neueste Totschlagzeilen
Das ist ja unglaublich. Wenn ich das richtig gehört habe. Der deutsche Kirchentag stellt Hernn Obama an den Pranger für das Brechen des Gebotes am Sonntag zu ruhen (An ihm darfst du keine Arbeit tun: du, dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, dein Vieh und der Fremde, der in deinen Stadtbereichen Wohnrecht hat) und wegen all der Auftragsmorde als Oberbefehlshaber der Streitkräfte, die schlimmer als die Hunnen über den Planeten herfallen. Scheiterhaufen wäre auch echt unangebracht gewesen, denn es geht ja um Sühne, nicht um Rache.
Das ist echt mal mutig und eigentlich ganz im Sinne des 'rechten Glaubens'. Andererseits ist jemandem, der ein Buch, das 2000 Jahre alt ist, als unumstößlich und ewig wahr erklärt, dem ist nicht wirklich zu trauen.

Im Truderinger Bierzelt wird Angela Merkel und Horst Seehofer erst von den Wirten, später von einer aufgebrachten Menge bedrängt, ihre Rechnung zu bezahlen, die sie hier versoffen und verfressen haben. Da sie schon seit Jahren kein Bargeld mehr (benötigt) haben, muss der Staatsschutz die Bierdeckelrechnung von 54,72 € erstmal auslegen, um einen geordneten Rückzug zu gewährleisten.
In ihrer Abwesenheit wurden bei Merkel und Seehofer Flüchtlinge in ihren Privatvillen einquartiert. Bei Frau Merkel allerdings keine Kinder, da sie im Umgang mit solchen keine Erfahrung hat. Ganz im Sinne von Wir schaffen das, wobei sie vermutlich auch sich selbst gemeint hat.
Manchmal muss man dem Guten im Menschen eben einen Ruck geben. Dann klappts schon.

Und beim Klimagipfel in Paris hat man nach langen Diskussionen über CO2-Zertifikate auch gemerkt, daß man neben den Treibhausgasen auch ne ganze Menge anderen Müll produziert, wie Atomendlager, Plastik und Cheeseburger. Alle Teilnehmer haben angedacht das nächste mal mit dem Zug zu kommen, statt mit Privatjets. Es soll Tee aus Tassen geben und das Protokoll wird im Netz als mp3-Datei, statt als massive .wav-Datei herunterzuladen sein.

Im Bundestag hat sich gerüchteweise der Gedanke breitgemacht, daß er eigentlich die Bürger repräsentiert und nicht das Großkapital und die transnationalen Unternehmen. Demnächst möchte man sogar bei der UNO mal ne Minute drüber reden, daß man auch ohne massive Rüstungsexporte in Spannungsgebiete und ohne präventive Erstschläge nicht gleich den Hungertod sterben wird, wenngleich gewisse Firmensegmente wie Rüstung und Wiederaufbau erstmal Einbußen hinnehmen werden müssen.

Ich kanns noch garnicht glauben, daß das obere % gemerkt haben soll, daß es ohne die unteren Prozente, dann eben selbst das unterste % ist. Kann doch garnicht sein, daß wir endlich ein Mittel gegen die Gier erfunden hätten. Und wenn doch ... Da Weydundagang is dicht & ergreifend
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Montag, 11. Juli 2016
Krieg dem Krieg - Aufruf zur Globalisierung der einsamen Seelen
An einem Fussballfinalabend erreicht man die wirklich einsamen Seelen in Blogs online. Vorwiegend Frauen, zugegeben, wobei man an den Umkehrschluss aus politisch korrekter Sicht garnicht denken sollte. In dieser Einsamkeit hat ihnen die Einführung des Frauenfussballs nicht wirklich weitergeholfen. Und da Menschen, bzw vorwiegend diese Frauen, keine einzige Sportart gerne ansehen, verpassen sie auch die ganze Alkoholwerbung. Sie werden sich nun fragen, in welcher Weise das für Sie als politisch Denkender interessant ist und was das mit dem Krieg im Irak zu tun hat, aber warten Sie ab, es hat weitreichendere Folgen, als sie vermuten.

Dass ich mit Politik nicht viel am Hut habe, hat nichts mit Politik zu tun, und dafür kann sie auch nichts, die Politik. Es liegt nicht an ihr, sondern an mir. Weder Fussball, noch Politik und noch nicht mal das Wetter interessiert mich. Ich lehne alles ab, was die Tagesschau zu bieten hat, möchte man meinen. So man die Tageschau in irgendeiner Weise ernst nimmt. Letztere interessiert besagte einsame Frauen ebensowenig wie die Sportschau. Nicht zufällig, wie sich noch herausstellen wird. Dabei versäumt sie dann nebenher noch ein paar Alkoholwerbungen und wird auch nie erkennen, dass ihr Mann die Nachrichten eigentlich nur desshalb verfolgt, weil anschliessend die Bundesligaergebnisse verlesen werden. Politik als Aufwärmrunde sozusagen. Warum noch niemand auf den Gedanken gekommen ist, andernorts eine Gutausschau zu senden, ist mir rätselhaft, tut hier aber nichts zur Sache.

Mich interessiert der Terror. Ich bin in einer Großfamilie klein geworden, wurde so geprägt, dass ich mich mein Leben lang als ein Einpfennigstück fühle. Selbst nach der Währungsumstellung. Argumente wie "Wer den Pfennig nicht ehrt ..." konnten mir da nicht viel weiterhelfen, weil man ja weiß, woher die kommen. Von anderen Pfennigen. "Wer das Helle ist nicht ehrt, sollte kein Dunkles trinken". Ja, das macht Sinn. Denn wer keinen Alkohol trinkt, der ist entweder auf Drogen oder er hat noch nichts Schlimmes erlebt, hat noch nie sozialen Schiffbruch erlitten und den Abend in einer Bahnhofskneipe zugebracht, ohne Freunde natürlich. Terror und Alkohol. Das sind keine Brüder, sondern Verbindungsstrassen, wo das eine zum anderen führt.

Und weil während der Fussball-EM, insbesondere natürlich während des Finales, im Kopf eines durchschnittlichen Ehemannes ein kompletter Aufnahmestop für unsportliche Gedanken herrscht und jeglicher Restraum, jede vom Fussballfieber nicht infizierte Zelle, vom Bier besetzt, bzw gedeckt wird, hat der Eheterror hier keine Chance. Da kann sie zedern und sich die Haare raufen, mit Scheidung drohen. Während des Finales hat der heimische Terror keine Chance, kein Ziel. Die männlichen Scheunentore sind da nur offen für das runde Leder. Während des Tatorts könnte so eine Situation allerdings leicht ausser Kontrolle geraten, aber da sehen sie glücklicherweise ja beide zu.

Und genau das brauchen wir, um den Krieg gegen den Krieg zu gewinnen. Es gibt keine größere Macht als eine einsame Frau, die kein Gegenüber findet, die sich nirgendwo widerspiegeln kann, um ihre Launen auszulassen. Hier kulminiert eine Kraft, die es zu nützen gilt, wie eine Atombombe, die die man in der Hosentasche vergessen hatte. Genau da wollen wir eigentlich hin.

Worauf will ich also hinaus? Ich will Ihnen da vorab noch einen Tip geben. Die Fussball-WM in Qatar. Jetzt sollte es eigentlich dämmern. Also nicht dunkel werden, kein Sonnenunter-, sondern Sonnenaufgang. Morgenland, Fussball-WM, Bier, Terror. Na? Überlegen Sie mal. Wie sieht es mit der Bierversorung in Qatar aus, oder im Irak, in Afghanistan, Syrien, Palästina. Schlecht, Sie sagen es. Und weil man nun bereits seit einer Dekade versucht mit Krieg und Terror den Alkoholkonsum in den islamischen Breiten anzukurbeln, ihn vielleicht nicht auf Weltniveau zu bringen, obwohl das vielleicht schneller geschehen könnte als in der Disziplin Fussball, ihn doch zumindest zu etablieren. Absatzmärkte erschließen, sagt man im Allgemeinen. Und jetzt versucht man es mit einer Fußballweltmeisterschaft, durch die Hintertür. So als könnte man von hinten ins Tor schießen, wie Russland und die Ukraine in der Vorrunde ins Aus. Ich denke da nur an den nur allzu bekanten Fußballkrieg von 1969, obwohl sich nicht herausfinden ließ, welche Biermarke da verkauft wurde.

Aber genau hinter diesem Tor, am Spielfeldrand der Politik, mit der man den Alkohol dem Islam ins Netz ballern möchte, um endlich auch den Multiplikator des Terrors ins Land zu bringen, hinter diesem Tor stehen jene globalisierten einsamen Seelen, so neu und unerwartet wie die Torlinienrichter, und machen dem schmutzigen Spiel ein Ende. Mit jeder Plage erwächst stets auch eine Hoffnung. Fussballuninteressierte Frauen, fahrt 2022 nach Qatar und sauft den Männern das Bier weg. Einsame Seelen der Welt, vereint Euch. Krieg dem Krieg.
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Mittwoch, 8. Oktober 2014
Der Flüchtling als Spezies
War klar. Kaum ist die Wiesn vorbei, kommen die Flüchtlinge, denen es vorher zu voll war. Bei den oktoberfestzeitigen Mietpreisen ist das ja auch kein Spass.

Flüchtlinge. Wie die Heuschreckenplage. Nicht in ihrem Verhalten, so doch in ihrer Anzahl. Obwohl, vielleicht nicht einmal in ihrer Anzahl, wo die Hälfte doch eh ertrinkt und die restliche Hälfte Fremdkörper in den Erstankunftsländern, den Krisenregionen Europas, erstmal hängenbleiben und durcheuropäisiert werden. In der nachrömischen Zeit sind die Araber auch nicht weiter als nach Spanien vorgedrungen.

Sooo viele Syrer, vermutet man auf der Strasse, obwohl man eigentlich noch keinen zu Gesicht bekommen hat. Wenn du alles um dich herum abfackelst, hocken irgendwann alle bei dir im Wohnzimmer. Da heisst es dann endlos Stullen schmieren für die Opfer deiner Taten.
Werden wir bald mit einer Schwemme syrischer Imbisstuben rechnen dürfen? Und junge unbegleitete, jugendliche Migranten von der afrikanischen Scholle. Wo bleiben nur deren Eltern hängen? Und warum schicken die keine jungen Männer? Volljährig Unbegleitete.
Wenn die Nato-Staaten in der Ukraine weiter pokern bis zum 'All In', dann werden auch dort noch die Hungertoten Stalins wiedergeboren und zu uns rüberkriechen.
Alle bisher genannten Gruppen kriegserfahren, also tauglich, für eine freiwilliges Jahr plus bei der Bundeswehr. Werden ausgebildet, anschliessend ausgestattet und sorgen daheim für Ruhe, Ordnung und ein deutschähnliches Lebensgefühl. Vielleicht werden dann auch sie irgendwann Weltmeister.

Migranten wohlgemerkt, nicht Flüchtlinge. Sie migrieren weg von ihren erbärmlichen, hoffnungslosen Strohhütten und Betonbunkern. Von Flucht kann da keine Rede sein. Schleichen sich davon, nachts von Haus und Hof, so es dies noch gibt und nicht von einer unserer Präzisionswaffen oder einer einfachen Heckler&Koch schon weggeblasen wurde. Da kann ich die von der Leyer schon verstehen, wenn sie meint, dass sie sich für ihre kleinen blöden Kriege ihre Waffen doch selber basteln sollen. Es soll ganz böse Zungen geben, die behaupten, dass sie so viele Kinder hätte, die von der Leyer, dass sie die beiden ungezogensten dann mit der Bundeswehr entsorgen kann. Ein wirklich absurder Gedanke.

Sooo viele Flüchtlinge, dass wir garnicht genügend Turnhallen aufbieten können und sie in unseren sensiblen Heiligtümern wie dem bayrischen Wallfahrtsort Gartlberg einquartieren. Fast schon, als hätte man damals jüdische Flüchtlinge in der Kaaba in Mekka untergebracht.
Da kann man nur hoffen, dass die »Hauptstelle für Befragungswesen« in Berlin da gute Arbeit leistet und nur die Guten ins Töpfchen kommen. Obwohl, hm, die Geheimdienste. Die schleusen uns wohl eher eine zweite NSU oder andere Massenmörder ins Land. Zum Glück fischt die Schweiz uns zumindest die größten Killerdiktatoren vor der Nase weg. Schade ums Geld ist es trotzdem. Wer westafrikanische Diktatoren bekommt, sollte auch die westafrikansichen Flüchtlinge bekommen. Naja, das führt zu weit.

Hier ist erstmal schlechte Stimmung angesagt. Für den Unternehmer aus Grünwald ist das supi, denn jetzt bekommt er seine Putzfrau und Arbeitskräfte zu wesentlich günstigeren Konditionen und die Mietpreise seiner Immobilien explodieren förmlich. Die Art der Unterbringung der neuen Arbeitskräfte ist ihm herzlich egal, solange es wenig kostet und natürlich möglichst weit weg ist.
Der Student aus Neuhausen findet es toll, weil er jetzt mehr Leute mit Rauschebart und Afrostyle auf der Strasse sieht. Cool eben. Solche Nachbarn beschweren sich auch nicht, wenn man mal nachts laut Musik hört. Man findet Migrant erstmal supersolidarisch. Wenn er aber kommt, dann soll er nicht so leben müssen wie zuhause, sondern menschenwürdig. Nicht mehr zu zwölft in der Strohhütte auf dem Lehmboden, sondern wenn's geht Einzelzimmer mit Balkon. Aber Privatsphäre oder gar alleine schlafen zu müssen, sind vielen mir bekannten asiatischen Mitbewohnern ein Gräuel. Was soll's. So kann der Flüchtling dann auch nebenan von dir und mir, also nicht in Grünwald, untergebracht werden Das wiederum findet die Unterschicht nicht so toll, weil ne Asi-Unterkunft nebenan in der eh schon prekären Lage keine Solidarität erzeugt, sondern Misstrauen und später auch Konkurrenz auf dem Wohnungs- wie auf dem Arbeitsmarkt. Der Ärger ist vorproduziert. Auch gut, weil die neuen Aufstandsbekämpfungsmittel sonst verrosten seit Stuttgart 21.

Früher konnte man sie noch deutlich an der Kleidung erkennen, heute weiss man nicht mehr, wer da so über den Frontex-Zaun hüpft und woher er kommt, im bügelfreien Manchester-United-Trikot. Vielleicht ein Topspieler aus der ersten Liga oder ein olympischer Stabhochspringer aus Lybien. Mit dem Herrn Plattner und dem Fussball, der die Welt vereint, ist alles ein wenig undurchsichtiger geworden.

Sooo viele Flüchtlinge. Man hätte es nicht erwartet. Waren es 2011 weltweit 14.200 Menschen täglich, die ihren Wohnort verlassen mussten (wegen Kriegen und Hungersnöten, nicht wegen dem Arbeitsplatz oder einem Unterparagrafen der Hartz-IV-Regelungen), so waren es 2012 schon 23.400 und letztes Jahr 32.200. Wer hätte da gedacht, dass es dieses Jahr sooo viele werden. Einfach so.

Es kann doch nicht alles immer mehr und immer teurer werden so wir den Energieerhaltungssatz wirklich ernst nehmen. Ein Zeitalter der rohstofflichen Verdichtung also, wo überall Aluräder rumliegen, dieses aber nicht mehr in Mutter Erde, wo wir nicht mehr wissen, wohin mit den Brennstäben, aber selbst in der tiefsten Wüste kein Uran mehr zu finden ist. Es gibt keine Felder mehr und nur ganz wenig Bio-Gemüse, aber aus allen Ecken platzen die Flüchtlinge ins Land. Fleischliches Schwemmgut, wo man wie bei den Brennstäben garnicht mehr weiss, wohin damit.

Wo kommen die nur alle her? Welche Faktoren haben sich verändert? Ist Planet kleiner geworden oder statten die Schlepper ihre Boote jetzt mit Schwimmwesten und Rettungsbojen aus. Sind alles Syrer oder haben die Wirtschaftsmigranten noch nicht gehört, dass bei uns Krise herrscht? Gibt es endlich einen Direktflug München-Homs? Man weiss es nicht.
Ich vermute mal, dass es diese unilaterale Demokratie der USA ist, die die Menschen wild und unberechenbar macht. Menschen, wie der Unternehmer aus Grünwald, die denken, dass wenn man nur alle immer am Laufen und Flüchten hält, keiner auf den Gedanken kommt, dass es allen dienlicher wäre, wenn nur das oberste Prozent am Flüchten wäre. Damit hätten wir alle auf einen Schlag weit mehr als das Doppelte am Konto, nur das Wohnungsproblem wäre noch nicht völlig geklärt.
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Sonntag, 3. August 2014
Oh, sind die doof
Erst die UN-Schule im Gaza-Streifen niederbomben und dann während der Feuerpause mit der Artellerie fett rein in einen belebten Markt. Die sind doch doof, diese Israelis. Spätestens seit dem Kapern der europäischen Hilfsflotte durch die schwarzen Lakaien der Israel Defense Force sind die Linken schon sauer, jetzt verkacken sie es noch mit Rest.

Wie die Amis das scheinbar im Irak und mit dem Islam ganz allgemein versauen. Ausser mit den Kotzbrocken in Saudiland, über die sie letztendlich ihre eigenen Feinde beliefern. Die Saudis an die Salafisten, Qatar an die Al-Kaida. Mit dem Kreislauf des Geldes der Kreislauf der Waffen, wobei beide am Ende verschwinden, bzw kapputgehen.

Haben es einfach nicht verstanden, die Amis. So als wär es Kulturunverständnis. Wir, good old Europe, haben das natürlich inzwischen begriffen, nachdem wir dem halben Kongo den Arm abgehackt haben und die blöden Indianer zumindest in genetischer Sicht komplett eleminiert. Aber es geht nicht um Kultur, sondern es ist Krieg - auf internationaler Ebene. Und jene, die sich für dessen Weiterbestehen einsetzen, all die Logistiker und Anschaffer, sind nicht doof. Krieg für den Terror. Feinde muss man sich schaffen, wenn man nicht schon genügend hat, denn wo kein Schwarz, da auch kein Weiss.

Billiger bekommt man sein Öl nicht als aus extremen Konfliktregionen wie dem Irak. Ein williger Staatsapparat, den man am besten noch selbst bezahlt und ein Volk, das mit der Exitenzerhaltung voll ausgelastet ist, ist auch mal mit weniger zufrieden. So funktioniert das im Kongo mit den Edelmetallen seit wir ihnen ausreichend Hände abgehackt hatten. So schippern wir Drogen rein und holen Fisch raus aus Westafrika. Und an alle verkaufen wir emsig unsere Waffen. Kleinkaliber in die Konfliktzonen und Panzer für alle Nachbarn, denen Angst und Bange ist.

Deutschland, ein so winziges Land und doch so verwirrend. Denn die Sachsen hausen nicht bei Sachsenhausen, sondern da lebt der Berliner Hofstaat in der Nähe, und bei uns essen sie Frankfurter und Hamburger. Ich möchte garnicht wissen, was die da oben so denken und essen. So fahren auch alle dauernd in Urlaub, weil man das Zuhause kaum mehr aushält. Ein Land wie die BRD, mit seiner häßlichen Handelsflagge, Schwarz für die Erde (also eigentlich grau), Rot für das Blut (vermutlich das der anderen) und Gold, ich würde ja sagen, es sieht gelb aus, wegen unserer fussballerischen Erfolge. Und wenn der Wind mal blöd auf unsere Fahne weht, sieht sie aus wie die belgische. Wie peinlich ist das denn.

So ein winziges Land wie wir kann nun sehen und lernen, wie man mit unserem Leopard und all dem anderen Zeugs ein noch viel winzigeres Land, sagen wir mal Luxembourg, attackiert. Wir testen sozusagen unser Waffenarsenal, das wir zur Wiedergutmachung für den Holocaust nun für den nächsten spenden, dass wir sehen ob das Zeug auch im Ernstfall im Felde sich als tauglich erweist.
Das Handelsblatt nennt neueste Funk- und Aufklärungstechnik, darunter Sonar- und Radar-Geräte für die israelische Marine sowie Pläne für Startvorrichtungen von ballistischen Flugkörpern aus Torpedorohren der von Deutschland bereits gelieferten U-Boote. Mehr im Wikipedia-Eintrag über Deutschen Rüstungshandel mit Israel. Dickere Rohre für das atomare Arsenal Israels, das nun im Mittelmeer rumtaucht. Na, klasse gemacht, lieber Sachsenhausener Hofstaat. Hauptsache Provisionen und Kickbacks für Waffenverkäufe und Wahlkämpfe.

Ich denke mal, die sind nicht doof. Die wollen einfach Kohle machen und im Gefolge des amerikanischen Reichs ist der gute Ruf weniger als sekundär. Wie Dick Cheney's Halliburton im Irak verdient sich auch so mancher im Gaza mit jeder Kugel und jeder Rakete sein friedliches Auskommen. Ein Krieg muss laufen, denn er ist erst verloren, wenn der Frieden wieder einkehrt. Da kann man dann schon mal mit der Artillerie rethorische Akzente setzen und Schulen und Märkte bombadieren lassen. Da wird man dann gerne auch mal als doof bezeichnet, solange der Rubel rollt. Und man muss sich so auch nicht moralische Vorwürfe an den Kopf werfen lassen. Einfach dumm gelaufen, sorry. Hätten wir nicht gedacht ...

Drecksbande. Und damit meine ich nun weniger die verantwortlichen Politiker und Generäle Israels, sondern alle, die an Kriegen verdienen.
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Dienstag, 7. Mai 2013
Des bisserl Sterbn
denn gstorbn is schnell.

Bei der einen Oma seh ich noch den verknöcherten, 101jährigen Zeigefinger, hocherhoben. "Gott hat mich vergessen. Schau bloß, daß Du ned so lang lebst." Die Freunde warten schon seit Jahrzehnten im Grab, manche schon ein halbes Jahrhundert; wie ihr geliebter Bruder. Und sie kommst vor lauter Totenandachten garnicht mehr zum Einkaufen. Vermutlich ist sie sozusagen katholisch verhungert.

Bei der anderen Oma würde man eher sagen: Des bisserl Leben. Im Grunde biblisch: Des bisserl Lehm. Bauernmagd, dann Putzfrau, Ehefrau eines frühverstorbenen Kohlenschauflers. Ein Leben ohne Warmwasserhahn und Heizung - selbst im 20.Jahrhundert. Das Highlight war die alljährliche Wahlfahrt nach Altötting. Ich hatte das ja schon ausreichend beschrieben. Aber dafür sorglos mit 86 sanft entschlafen.

Des bisserl Sterbn is eigentlich Wurscht, denn alles hat ein Ende, nur die Wuscht hat zwei. Und so wird gemetzgert und gemordet im Namen des Staates. Mal mit Kriegserklärung, mal ohne. Wie Pippi Langstrumpf, mit den zwei Zöpfen, ganz wie es mir gefällt. 'Des bisserl Sterbn' hatten sich die zwei, der Bommeleeër-Anschläge angeklagten Staatsdiener und ihre Hintermänner gedacht. Und in gewissen Sinne staatstragend waren auch "de bo Dodn" des Oktoberfestanschlages. Da müßte man schon irgendwie betriebsblind sein, um beim Fall NSU und seinen Pannenserien nicht auch hier den Staat als Dirigent des Terrororchesters zu sehen.
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Donnerstag, 20. September 2012
Die Sinnflut oder mach mir die Austarity
Syntagma Square - so sieht er also aus der Platz der Verfassung. In einer schlechten Verfassung, wenn man so will. Aber was heißt das schon? Da habt ihr euer Öl:

http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=_u1ERw6xavs

eure Steine, eure Erde, eure Zukunft, in Flammen, in Schutt und in Asche. Wer wird sie denn bauen, eure Maschinen, wenn ihr eure arbeitende Bevölkerung hinschlachtet. Wer wird ihn denn halten, den europäischen Rettungschirm, wenn ihr unsere Hände brecht

http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=w-JipF0Nyck

was denkt ihr euch denn, was passiert, wenn man die Bevölkerung auf die Straße treibt, wenn man jedes Prozent Jugendarbeitslosigkeit feiert als wären es Aktien. Wollt ihr den totalen Krieg?

Und wer seid ihr? Sind wir nicht alle glücklich, wenn die Gewalt endlich Oberhand gewinnt? Wenn wir endlich unsere unglücklichen Schwänze in den Rauch und die Flammen werfen können. Wenn uns einer abgeht, weil der andere blutet oder brennt. Wenn wir endlich die Action auf jener Straße finden, die uns vorher nur leer und hoffnungslos erschien.

http://www.youtube.com/watch?v=c1ZDdpZ1wn4

Hofft ihr, daß sich auf unserer Seite auch ein Haufen Scheiße und Gewalt angesammelt hat? Richtig gehofft.

http://www.youtube.com/watch?v=6NsU7YDPCEg

Das wird ein Gemetzel, das nur der gewinnt, der es im eigenen Interesse angefacht haben wird. Jene, die nur ein Ei in der Hose tragen, jene, die ihren Penis nur noch eingeschnürt in Bindfaden zur Erektion bringen. Gewinnen wird nur die Perversion.
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