Donnerstag, 24. September 2015
Wiesn 2015 und rundherum
1. Bier

1.1. Wiesn 2016

Wiesnsimulator 2016 - Der Pabst muss auf die Wiesn

1.2. Wiesn 2015

Bierealismus - eine quantenphysikalische Herangehensweise an die Wiesn 2015

1.3. Gastbeitrag aus den Truppenteilen

Über das Kotzen hinaus - ein Gastbeitrag von Kalle Bargeld

1.4. Beerboarding ua

Neue Ideen von der Linienführung

Das kotzt mich an - der Brezensalzer in Verruf

Scheiss auf Weihnachtsgeschichten ... Wiesngeschichten, da glaubt noch jeder dran

Der Biergärtner

Kotzen, scheißen, pissen - die Über-Wiesn und das Ich


2. Sex
heb ich mir für unterm Jahr auf. Mann kann eben nicht alles auf einmal haben, wie Sex und Orgasmus. Geplant ist eine Porno-Serie.

3. Flüchtlinge kommen auch noch ...



Wiesnsimulator 2016 - Der Pabst muss auf die Wiesn

Ein eisiger Montagmorgen im Frühjahr 2016. Das EK1HL trifft sich um 5:45 zur Einsatzbesprechung in der für die Öffentlichkeit noch geschlossenen Eckkneipe 'Der Flaschenöffner' (Name von der Redaktion geändert). Unter strengen Sicherheitsauflagen durften wir ein Training des Einsatzkommandos der hartenlinie am Wiesnsimulator miterleben.

Der 50jährige ehemalige Drogensozialarbeiter ist heute der führende Offizier der eingeschworenen Truppe, den Bodentruppen der hartenlinie. "Bei unseren Einsätzen agieren wir vorwiegend alleine, oft verteilt über mehrere Zelte. Aber für den Teamspirit sind unsere Übungen im Verbund unerlässlich. Besonders am Wiesnsimulator kommt da immer richtig Stimmung auf."

Den Wiesnsimulator gibt es in verschiedenen Modellen. Für Familien, Singles, U16 (Modell 'Call of Beer'), aber auch für ältere Menschen ('Die alte Wiesn') und im Profimodell 'Tao', das selbst kampferprobte Soldaten wie Herbert und das EK1HL im hardcore mode an die Grenze der Leistungsfähigkeit bringt. Knallhartes Saufen bei mehreren Atü Druckluftbetankung mit bis zu 16 Personen gleichzeitig in der Miniaturausführung eines Bierzeltes. Geraucht werden darf auch und man sitzt förmlich vor seiner persönlichen Bedienung, der Pumpanlage des Wiesnsimulators.

Wirklich erstaunlich sind die Gadgets, die von Modell zu Modell variieren.
Der Wiesnsimulator für Familien bietet, vielleicht auch aufgrund der Kleinfamilientendenz, nur 4 Personen Platz, dafür gibt es 'beerbanking', wo auch die Kinder mithüpfen dürfen und auf dem Papa-Plätzchen auch mal ein Schnäpschen zwischendurch, dass er länger durchhält. "Das fördert seine Autorität und somit erwiesenermaßen auch den Familienzusammenhalt," wie uns die Herstellerfirma Wiesinger versichert. "Wir hatten anfangs im Sinn, dass sich jeder Spieler in den ersten Runden erstmal Geld verdienen muss, um damit möglichst viel Bier und Hendl in sich reinzustopfen. Das hat sich allerdings als sehr destruktiv für den Spielverlauf erwiesen. Ganz im Gegensatz zum Oktoberfest bezahlt man im Wiesnsimulator mit Kreditkarte. Damit ist der Wiesnsimulator auch gastwirtschaftsfreundlich. Wer als Kneipe nicht bald schon auf dem Trockenen sitzen möchte, legt sich besser schon heute seinen Wiesn-Sim zu. In einigen Jahren könnte man so nicht nur das Keipenwesen revolutionieren, sondern jeder kann sich seine Ganzjahreswiesn ins Wohnzimmer stellen."

Flaschenöffner 6:10 - Auf den 16 Monitoren flimmern Scores und Charts. Herbert:3kills:2shots:0vomits:25secsbeerbanking:1throw:5fights:2hendl usw. Damit liegt er an zweiter Position. Aber Herbert hat eine Langstreckenleber und ohne Gebiss ist er in den fights fast unschlagbar.

"Wenn der Herbert schon in der ersten Viertelstunde um zwei Mass Bier vorneliegt, wie wir sagen '2 kills ahead', dann sollten Sie mal sehen, wie der Rest der Mannschaft förmlich jeden Schluck mittrinkt, dass selbst die Umstehenden zu rülpsen und pfurzen beginnen ohne auch nur ein Schlückchen abbekommen zu haben. Ich darf jetzt nicht sagen wer, aber einer hat vor lauter Begeisterung sich schon mal in die Hosen geschissen und den Enddarm rausgekotzt, komplett nüchtern. Ich bin stolz, dass wir hier in München einmal die Woche am Wiesnsimulator die Darmwände auf Vordermann bringen dürfen. Nur so können wir international mithalten. Beispielsweise nächstes Monat bei den Russen, die ja bekanntlich nebenher nicht nur eine Kalbsleber, sondern gern auch mal ihre eigene, hochprozentige fressen."

Die Bodentruppen der hartenlinie haben sich über Jahre bis an die Weltspitze hochgetrunken. "Hochgearbeitet haben wir uns," betont der im Lederhosenkampfanzug und Sneakers vor mir torkelnde Führungsoffizier. "Wir haben das bis zur Perfektion umgesetzt, was uns von der Kirche über Jahrhunderte vorgegeben wurde. Von der Braukunst der Mönche bis zum Sieg der Bodentruppen der hartenlinie 2016. Wenn da nicht Kirchengeschichte und Weltgeschichte zusammenkommen wie Samen und Eizelle, wann dann. Vielleicht wird die Wiederkunft Gottes ja das Wiesn-Baby 2016. Drum hoffen wir, dass wenigstens einer unserer Briefe auf Fürbitte stößt und der Pabst zur Wiesn-WM 2016 aufs Oktoberfest kommt. Ob ins Franziskaner, Augustiner oder Paulaner. Der wird sich garnicht mehr auskennen. Denn die Wiesn, hier in München an der Salzstrasse, ist das einzige Kloster weltweit in dem alle Mönchsorden gleichzeitig hausen. Und uns is eigentlich egal, welcherer von beiden käme.
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Donnerstag, 13. August 2015
Über das Kotzen hinaus - ein Gastbeitrag von Kalle Bargeld

"Beurteilen Sie dieses Land ruhig nach seiner Grenze und nach diesem Niemandsland, über das es sich mit dem Nachbarn ausschweigt!"

1. Bavariaring: irgendwo dort sitzend, die Ellbogen auf die Oberschenkel gestützt, Wirbelsäule und Kopf hängen schlaff zwischen den Schultern, ein pelziges Gefühl am ganzen Rest, der ein Körper war, sich aber eher wie ein body anfühlt, wie eine Leiche. Hinter dem Gefühl von eventuellem Tod aber der Stolz, es auf ein rundes Stück Holz geschafft zu haben, den ehemals jugendlichen Baum – junger, rasierter Baum am Arsch –, jetzt in der Horizentalen und im Verbund mit vielen anderen, auch mal junggewesenen Bäumen, jetzt tot, ein niedriger Zaun gegen hemmungsloses Queren einer Grenze, des Grünstreifens am Rand eines Geschehens, unseres Geschehens, des einzigen, das wir noch haben, außer manchmal dem Fußball. Der Grünstreifen nicht am Rand, der Grünsteifen DER Rand des Geschehens, der matschgewordene Traumfresser an dem die Gescheiterten kleben bleiben, oder zumindest ihr berauschtes Gefühl. Das Biotop, der Schwamm saugt das Gröbste auf, bevor es in den Rest der Stadt dringen könnte. Der Trubel, das Lachen und Schreien, die Lichter, das Rattern der Wäglein in ihren Schienen am Ohr aber nicht darin, keine Teilnahme am Lärm, kein Kummer, kein Interesse, in Ruhe davor, aber von Ruhe an sich keine Spur. Speichel im Mund, viel Speichel, Sturzbäche aus den Drüsen unter der Zunge, Fontänen von oben, knapp neben den hintersten Zähnen. Und der Blick ist ein Problem. Ist er da, ist er schauderhaft und fällt in wildem Tempo aus einer Fuge durch die nächste und aus ihr heraus. Es ist kein Verlass auf den Blick, er wird eingestellt, nach innen geholt. Da flackern Eindrücke vom Nachmittag und von drinnen, von einem taumelnden Jungen, allein mit ein paar Quadratmetern Asphalt die ihn umgeben, die ihm vom lachenden, trottenden Pulk gewährt werden. Er schleift den Hohlraum um sich durchs Gedränge, das ihm weicht, macht ganz unordentliche Ausfallschritte, den Schrägen über die er zu laufen meint mit Stabilität zu begegnen. Vor Anstrengung oder aus Vergesslichkeit hat sich vor seinem Schritt ein nasser Fleck gebildet der nach unten ausufert, die Oberschenkel entlang, ein Torbogen zwischen den wankenden Beinen, der Junge auf dem Weg nach draußen, das feuche Hufeisen auf der Hose wünscht ihm hämisch Glück oder sonstwas.
Zur Spucke im Mund kommen Tränen in den Augen, Krokodilstränen rollen ohne jede Traurigkeit über die Wangen, die Wangen jetzt in den Händen, eiskalt und grau, so grau, dass selbst ein pelziger Finger die Farbe spüren kann. Nie so enden, wie der Junge vom Nachmittag. Nie mit voller Hose vom Feld gehen, nie die kleine Arena aus Asphalt mit sich schleifen und das Lachen der Übriggebliebenen! Das nicht, vorher sterben oder dem Tod von der Schippe springen, alles, nur nicht Gespött sein.
Es gibt Gewinner und Verlierer und dann gibt es noch Verunglückte, die rangieren außer Konkurrenz. Wer verunglückt, hat das Mitleid der anderen sicher, wer – wie der angepisste Junge – verliert, bekommt ihren Hohn zu spüren.
Langsam und schmatzend öffnet sich der Mund, ein weißlicher Bach kriecht über die Unterlippe, versiegt in einem langen, von Kugeln kleiner Bläschen durchsetzten Faden, die Augen fallen zu, oder es sind die Lider, die langsam und alles weitere auszublenden aufeinander zu kriechen. Ein Ruck geht durch den sitzenden Körper, das fahle Gesicht verzerrt sich, neuer Speichel fließt, neue Tränen und dann pumpt sich der Mensch, oder ein Gespenst in seinem Bauch pumpt ihn leer. Das ist die Peinlichkeit, da ist sie, auf dem Boden zwischen den Füßen, zu einem Drittel auf dem matschigen Grünstreifen, ein Drittel auf dem gepflasterten Weg und ein Drittel im Mund, säuerlich zwischen den Zähnen und dem Backenfleisch. Niemandsland, Lücke die sich nimmt, wen sie nicht auf die Stadt loslassen kann. Quäkende Ansagerinnen – wieso klingen sie immer gleich, jetzt hier und vor dreißig Jahren in Hamburg? –, der Mief von den Reitponnys, die Pflanzenfresserscheiße, die man hier nicht und nirgends für voll nimmt, also auch nicht so eklig und so stinkig findet. Im gekrümmten Rücken das Chaos als Lichtern, Gekreisch, Klappern und dem Lieblingslied der Blaskapellen, da kommen auch schon strafend die Retter. Stiefel mit Stahlkappen, rote Hosenbeine, Streifen reflektieren das Blinken eines Karussels oder der Geisterbahn. Frage: "Wie heißen Sie?", keine Antwort. Zwei Hände packen den Unglücklichen unter den Achseln, heben ihn vom Holzbalken auf die kühlen Gehwegplatten. Hinter Tränen das Gesicht an Granit geschmiegt, die Landschaft einer Fuge zwischen den Platten: Moos, Krümel, Sand, ein zertretener Grashalm, leider keine Ameise. Dann eine Hand klatschend auf der Wange und wieder die Frage nach dem Namen.
Fetzen von einem Gedankengang: lieber verunglücken, als dem Hohn zum Fraß vorgeworfen werden! Kein Namen, dafür heftiges Röcheln, die Augen ganz auf und noch ein Stück weiter, zupacken, den Arm der Strafmannschaft greifen, das hier ist ein Ernstfall, nicht in den gelben Kasten, mindestens auf die Intensivstation. Der betrunkene Körper krümmt sich wieder, diesmal nicht ruckartig, diesmal in Wellen. Mit jedem röchelnden Atemzug streckt er seinen Kopf nach hinten, legt ihn mit einem Klopfen auf den Gehweg in den Nacken, drückt dagegen, bis Hals und Schultern in der Luft schweben. Zur Untermalung des ausgedachten Leides werden die Beine in wildes Zittern und eigentlich in ein Schlackern geschickt. Dazu fällt den Strafenden kein Absatz aus keinem ihrer einst studierten Lehrbücher ein. Der Eine wirft sich auf die Unterschenkel und nimmt die Füße in eine Art Schwitzkasten, der Andere, immernoch im Griff des Betrunkenen, kramt hektisch eine Waffe oder deren Gegenteil aus seinem Arztköfferchen, dann kniet er sich auf die Oberarme des, inzwischen als Patienten zu bezeichnenden Körpers, damit dieser keinen Widerstand leisten könne und führt – den Unterkiefer im stählernen Griff seiner Hand aus den Vororten – ein gebogenes Plastikrohr in die Kehle des Röchelnden.
Würgreiz, aber nichts zum Würgen. Dafür ein weiches, warmes Gefühl an den Pobacken. Die waren einen Augenblick lang vergessen worden, haben, sich selbst überlassen, nachgegeben. Den Kunststoff im Hals, sind auch die Bemühungen ein Ernstfall zu sein abgeflacht. Arme und Beine liegen matt auf dem Boden, die Finger sind in ihrer Entspannung leicht gekrümmt, schmiegen sich aneinander, da findet ein echtes Gefühl statt, das erste echte Gefühl seit heute Mittag oder dem Anbeginn der Zeit, das macht jetzt keinen Unterschied. Ein Gedanke an die volle Hose, die Kooperation beim Verladen auf die Bare ist ein Schnitzer im Repertoire des Simulanten, eine wärmende Decke über dem stinkenden Leib, kurzer Friede, dann wird der Blick in gelb getaucht und ein Schock oder eine halbschlafene Drüse regt sich: das Ganze Theater war umsonst, dieser Körper muss in dieser Hose und in acht Stunden ins Office geschickt werden.
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Donnerstag, 9. Juli 2015
Morgen ist Feierabend
War irgendwie klar, nachdem schon ne ganze Zeit lang fünf vor zwölf war.

"Monsanto ist nur der Frontmann der Vorgruppe, bzw. das von den anderen geschaffene Schutzschild. Er reitet voran mit den schlechten Manieren und keiner verliert ein Wort über die vier fünf, die hinterherreiten, das gleiche tun, nur ne Stufe dezenter. Monsanto hat die Gentechnik nicht erfunden. Sie sind das Experimentalmonster, der Frankenstein der PR-Abteilung aller Futterproduzenten. Das Testfeld, wie weit man den Verbraucher und oder Widerständler treiben kann. Wer kennt schon Archer Daniel Midland, Bunge Ltd oder den grössten Rohstoffhändler Glencore?
Wir geben jedem Schreckgespenst einen Namen, wie den Taschentüchern oder dem Klebeband, und vergessen die restlichen Gespenster, die nur perspektivisch kleiner erscheinen, weil sie sich tief am Schattenrand Monsantos verstecken."

Harter Merkur

Manche stört das Rauschen des Computers, der surrende Lüfter, mich nicht. Ganz im Gegenteil. Ich versuche, mich damit schon an diese Geräuschlosigkeit von Nächten auf der Intensivstation zu gewöhnen, die mir im hohen Alter bevorstehen. Wenn es da nicht die Maschinen für die lebenserhaltenden Massnahmen gäbe. Ein Piepsen alle ein oder zwei Minuten, mit viel Fantasie ein Fink oder ein Rotkehlchen. Hie und da ein Röcheln von der Morphiumpumpe, Ein Szenario wie tagsüber im Dschungel. Da ist nicht viel los, denn wer ist schon tagtaktiv, seit es diese Monsterspezies Mensch gibt.
Von einem Surren zu sprechen, ist die falsche Herangehensweise. Ein Rauschen, wie ein kleines, unter Steinen dahinsickerndes Bächlein. Zudem sind es die Lüfter des Computers, nicht etwa seine Festplatte. Es ähnelt somit dem Deckenventilator, den man nur zu gut aus dem Urlaub kennt. Nur hald ne Nummer kleiner.

Das letzte Dahinsiechen auf der Intensiv, mit all ihren Klängen und Tönen, hoffentlich darf ich das noch erleben. Denn es könnte auch sehr schnell gehen. Last generation standing, das droht uns nicht nur seit wir ausreichend Nuklearkraft entwickelt haben. Mit der Gentechnik haben wir nun ein neues Drohszenario aufgebaut.

Aus Versehen sind wir vielleicht die letzte Generation eines sich bedrohlich anwachsenden humanen Schimmelpilzes genannt Mensch. Hätte man gedacht, Man vs Welt wäre ein lockeres Heimspiel, indem man den Planeten mit Atom bedroht. Aber Pustekuchen. Die Jüngsten vielleicht noch gut 100 Jahre und oha, hoppala, ausradiert. Jetzt is es passiert. Seit letztem Monat nun ist die Menschheit unfruchtbar. Das spermacidal corn von Monsanto hat übergegriffen. Entgegen allen Zusagen und verlegten Forschungsergebnissen ist nun das Minimalstrisiko von fehlenden Langzeitstudien eingetreten, dass sich genetisch-modifiziertes Saatgut nicht auf andere Pflanzen überträgt, geschweige denn auf den Menschen. Weg ist sie, die gute Menscheit. Die Krone der Schöpfung auf dem Totenbett. Der so lebenswichtige weisse Saft ist nun nur noch Terminator-Seed am Ende der Erntezeit, nun noch unbeliebterer Eiweißschrott.
Seit 2001 lag es fertig in den Schubladen und Regalen, das contraceptive corn. Eine nahrungsgesteuerte Populationspolitik, die besser klingt als Verhungern. Das ist ja auch was Herr Gates zu meinen schien: AGRAs Green Revolution.

Nur in einem kleinen Indianerdorf Nähe Peru leben noch ein paar wenige Inkas, deren Kalender eigentlich auch schon zu Ende ist, die noch auf Nachwuchs hoffen dürfen, weil sie immer nur ihren eigenen Mais frasen und kein Snickers oder keine Miracoli.

Der Rest der Menschheit kann jetzt mal richtig auf die Tube drücken. Für die letzten hundert Jahre haben wir ausreichend von allem. Da müssen wir dann nicht mehr zwischen Trink- und Brauchwasser unterscheiden. Wir können endlich wieder beruhigt die spritfressenden Ami-Schlitten aus der Garage holen. Nur Rauchen wird dadurch auch nicht gesünder. Alles hat ein Für und Wider. Letzte Ausfahrt: spermacidal seed.
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Mittwoch, 29. Januar 2014
Die Luft ist dümmer

x

... hat versucht, mich anzurufen. Unmittelbar nach meinem Ansagetext summt seine Brummbärstimme einen x-beliebigen Namen auf meine Maschine. Ich war verrückt neben ihm, ich war verrückt nach ihm, ich bin verrückt ihn immer noch zu lieben, beziehungsweise auch nur eine Flanke meines Herzens ihm gegenüber offenzulegen.

Wie ist er nur an meine Nummer gekommen? Und obwohl mir klar ist, dass es nun kein Verstecken mehr gibt, beginne ich alles zu verriegeln und verrammmeln, alle Leitern umzustossen und alle Kabel rauszureissen. Sein unentrinnbares "Meld dich doch mal" lässt mich dabei durch mein Appartment straucheln als wandelte ich unter Vollnarkose. Wollen Sie die Ansage löschen, drücken Sie die 8.

Beim anschliessendem Versuch, den Nussschnaps noch vor dem Konsum zu vernichten, verschmilzt meine Clobrille als sich dieser entzündet mit der Schüssel und den Fliessen. Warum eigentlich Brille, wo es sich doch nur um ein Loch handelt, ein jetzt geschmolzenes Clo-Monokel. Mein Schicksaal ist ein Hirnstrom. Ich muss ihn noch nicht mal mehr trinken, um von ihm berauscht zu sein, so verfallen bin ich ihm.

Es gibt den ein oder anderen Tierliebhaber unter den Soziopathen. Menschen, denen jegliche Art der Emphatie fremd ist, die sich aber durchaus für einen Sonnenuntergang oder ein schönes Abendessen im Familienkreis begeistern können. Doch dafür wird x nicht all die Etagen zu mir nach oben eilen, um mit mir die Aussicht zu geniessen. Seine Prinzipien lagern auf einem Schweizern Nummernkonto und sein Herz ist nach der Kinderverschickung nicht mehr aufgetaucht.

Die Luft ist dünner hier im 14.Stock und dümmer. Selbst die aufsteigende Warmluft ist blass an Information von der Erdoberfläche. Das sind tagtäglich 28 Stockwerke mehr zur Arbeit und zurück, die arbeitsrechtlich noch nicht einmal zum Arbeitsweg zählen, denn der beginnt bei der Haus- und nicht bei der Wohnungstür. Das Tagwerk dieses ehemaligen Sozialstaates liegt auf der Strasse wie toter Hund, weil selbst der Mindestlohn seinen Preis nicht mehr wert ist. Wer sagt, davon könne man leben, der soll mir den entsprechenden Billigdiscounter mal zeigen, wo Butter noch unter einem Euro zu haben ist. Aber die Arbeiterschaft bekommt Magarine aufs Brot, weil sie eh schon so fett ist - von Zero Cola und Chips.

Lohnsklave aus dem 14.Stock. Glücklicherweise ist mir dieses Schicksaal nicht beschieden. Dafür hatte ich frühzeitig gesorgt. Frühzeitig, da ich schon um 3 Uhr morgens auf den Beinen war, um als Kätzchen unter Katzen am Gatter vorbei bei Arno auf ein morgendliches Schnäpschen einzulaufen und noch vor der Haushälterin wieder abzuwanken.

Direkt aus dem Traum an den Zettelkasten und der Lohn des Rausches in der Heide erklären auch, warum ich als Schwerstalkoholikerin hier die ganze Treppenlast auf mich nehme. Mit Aufzug ist es einerlei, ob ebenerdig oder ganz oben. Im 14.Stock lebt man noch abgeschiedener als in der Heide.

Sie glauben doch nicht, dass er die 6 Flaschen in der Woche allein getrunken hätte. Im Steinbruch der Sprache Wortbrocken zu hacken, das ist ein Knochenjob. Mit der Schrift herausarbeiten, was man eigentlich sagen möchte. Ha! was sagen, ich, die ich das Denken nicht gelernt, die ich von der Flasche zum Wort zur Tat und letztendlich wieder zur Flasche. Dem Nussschnaps kann man zumindest nicht nachsagen, dass er die Sicht behindere wie schwerer Rotwein. Klarer Spirit, transparent und eindeutig in seiner Aussage. Ein Getränk mit Durchsicht.

Da nagelt ein Martin Henkel seine Anti-Schmidt-Thesen an den Dom von Bargfeld. Ein klassischer Kritiker, der sich als Aasgeier von totem Fleisch ernährt, dem er selbst das Gütesiegel verwehrt. Das ist doch zum Trauern, dass ich den Schnaps nun verschüttet, beziehungsweise verbrannt habe, um mich aus diesen Gedankengängen wieder zu lösen, aus den engen Gehirngassen, die mich geradezu in die Arme von x treiben. Bei dieser Art von Henkelscher Antithese ist an eine Synthese nicht zu denken. Ich erinnere mich zunehmend wieder an meine frühere Tätigkeit mit x, als wir den Versuch starteten, die Welt durch Folter zu retten.

Dem Einzigen, Arno Schmidt, der den 3.Weltkrieg 1955 vorhergesehen und ihn als einziger erlebt hat, ans Bein zu pinkeln, heisst sein eigenes literarisches Todesurteil zu unterschreiben. Ich stelle mir vor, ein berühmter Toter zu sein und den letzten Läufer im Mo-der-ne aus der Vogelperspektive zu betrachten, zermahlen zu Farbe auf dem Schattefresko dieser elenden Republik.

Es gibt nun nur noch einen Weg aus meiner Wohnung im 14.Stock und der führt über das Telefonkabel. Auf den eigenen Eierstöcken brütend, warten im Lande Katatonien - auf eX.
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Mittwoch, 22. Januar 2014
Unterwegs mit Beretta und dem Rind
"Bettina? Quiche-Lorraine-Schule, gut dreissig Jahre muss es her sein."

Unterwegs mit Bettina, der besten Freundin Marias aus Grundschultagen, und Beretta 92. Die 9mm-Beretta unter der Jacke und 95kg-Bettina an meiner Seite, sichtlich gerührt davon, dass ich sie wiedererkannt zu haben scheine nach all den Jahrzehnten. Damals dritte, bei ihr heute nicht mal die Spur von Klasse.
Sie versteht nicht im Ansatz, wovon ich spreche, denn sie fährt neben ihren eigenen 95 sechs Kilo Fleisch im Kinderwagen spazieren.

Mit den Krüppeln von Gladio, die sich aufgrund der mangelnden Feindstärke alle selbst zu Brei gebombt und geschossen haben, und den Hippies von der CIA, die inzwischen zu den Methoden Ghandis übergegangen sind, die Welt mit orangenen Blumenrevolutionen zu erobern, ist doch heute kein Krieg mehr zu machen.
Ich bin auf der Suche nach Maria. Ehemals eine der Besten an meiner Seite. An jedermans Seite. Neben ihr wäre Abu Ghraib zum Urlaubsresort verkommen. Sie war es, die das Bier-Boarding erfand - wie wir es nannten 'a reasonable form of torture certified by the Geneva Convention'.

Ich bin ja nicht doof oder sehbehindert, sondern erkenne gleich, dass dieses Rind Bettina, mit ihrem vermutlich nicht einzigem Kalb, das Grundprinzip des Sex zuhause eigentlich nur noch über Tantra-Techniken erreichen kann. Anders als mit extremen Verbiegungen kommt er bei ihr garnicht mehr rein, durch all das vernarbte Bindewebe, und mit Mehl bestäubt, dass man die feuchte Stelle findet.

Da mag Jürgen Elaesser glauben, die Pussy Riots wären eine dieser geheimdienstlichen Destabilisierugsmassnahmen. Ich denke, die wirksamste Destabilisierungsmassnahme sind diese Rinder wie Bettina, die ihre Euter auf den Markt tragen, als würde nicht jeder andere als ihre noch nicht lauftüchtigen Kälber sofort Reißaus nehmen beim Anblick dieser Fleischkonzentration ohne Sinn und Zweck.

"Gut sieht du aus. Kennst du noch irgendjemanden von damals?"

Auf der großen Map der Egoshooter trifft man nur vereinzelt um die Ecke noch ein schlagkräftiges JSOC-Kommando - androisiert unter dem schlichten Deckmantel des Infantisten der Zukunft. Ich verwette meinen Arsch darauf, dass Maria auch heute noch, oder mehr denn je, auf dem unsichtbarem Schlachtfeld namens Welt mit einem schlichten Kleid und Espandrillos ganz gut zurecht kommt. Dafür lohnt es sich eben auch mal ein paar Meter mit Kühen zu traben.

Bettina aber, das Zuchtrind, spricht ohne Punkt und Komma von ihrem kindergewägeltem Auswurf, so dass ich mir grösste Sorgen mache um den Sicherungshebel meiner Beretta, der das Geseier bedrohlich auf die Nerven geht und der bei solch trögem Fleisch keine Ladungshemmung in die Quere kommt wie manch anderem Körperteil. Das Rind will nicht begreifen, dass ihr einziger Lebenssinn darin besteht, wissen zu können, wo sich Maria derzeit aufhält.
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Freitag, 15. November 2013

Ein, wie ich meine, belangloser Planet am Rande der hartenlinie und das NSSM 200


Seit heute morgen tut mir die Rippe weh, als wäre sie angebrochen. So weit ich mich selbst über die Jahre kennengelernt habe, muss es heute nacht einen Vorfall gegeben haben. Vermutlich habe ich, in meiner verzweifelten vielzelligen Isolation versucht, mir eine Rippe, genau jene, aus dem Leib zu reissen, um daraus einen Partner zu formen. Heute bin ich froh, dass mir das nicht gelungen ist, sonst wäre ich in starker Erklärungsnot und müsste zu allem Unglück meine wenigen Alkoholreserven auch noch mit einem anderen teilen.

Schlagartig fällt mir ein warum ich gestern zu trinken angefangen habe, obwohl es da eigentlich keines Grundes bedarf. Und doch nehme ich stets einen zur Hand, ehe diese zur Flasche greift. Gestern ging es um den eugenischen Gedanken, der mitschwingt, wenn man den brennenden Witwen in Indien beim Sterben zusieht. Es sind zuviele, insbesondere zuviele Frauen, so sagt man, cher. Und dieser Gedanke scheint so tief verhaftet im indischen Volkskörper, dass sie sich selbst zur Schlachtbank, beziehungsweise zum Scheiterhaufen schleppen. Von den vielen unschuldigen Bäumen, die dabei hops gehen, spricht keiner; mal so nebenbei erwähnt. So wird das nichts in Indien. Spontane Initiativen wie die als Familienunternehmen heranwachsenden Frauenkraftwerke am Ganges, spontaner Unternehmergeist, aber ohne Klimazertifikat und ohne Nachhaltigkeitsnachweis. Einfach mal ein Holzgerüst ans Flussufer gezimmert und fertig ist das Heizkraftwerk.

386 Mäuler auf jeden Quadratkilometer. Das ist die Hälfte mehr als hier in Deutschland, die, so man populationmatters.org Glauben schenkt, wie Heuschrecken den Planeten kahl fressen. Unter dem scheinheiligen Vorsatz der 'food security' wird das Horrorszenario entwickelt, dass guatemaltekische Kleinbauern (116 pro qkm) den Urwald eleminierten und senegalesische Hungermäuler (60 pro qkm) klammheimlisch den letzten afrikansichen Elefanten wilderten.

Als Grosskonsument von Kartoffelschnaps, oder Aquavit, wie man in 'guter', also schlechter, Gesellschaft sagt, möchte ich mal anmerken, dass davon der Planet nicht aus der Bahn geschleudert wird. Ich schütte das Lebenswasser nicht in mich hinein, um zu vergessen, sondern um meine letzten Gehirnzellen in Wallung zu bringen, um mein Denkstübchen wieder auf Vordermann zu bringen.

Ich als Alkoholikerin sage: eat the fuck less! 5 von 10 US-Amerikanern laufen rum wie fette Einkaufstüten, die aus allen Nähten platzen und machen sich Gedanken über die Geburtenraten von Immigranten und noch nicht Immigrierten. Wo sind die denn auf den Fotos von populationmatters.org, diese wandelnden Fettwalzen. Das Dogma unserer Wirtschaft, ewiges Wachstum, scheint mir das Problem - wenn überhaupt. Der illegale Holzhandel einer Handvoll burmesischer Generäle, deren Produkte unsere naturbelassenen Vorgärten zieren, der überhitzte Motor einer Autoindustrie und die Summe des nur-Besten für die Einzelkinder der grünen Elite.

Der Regenbogen am Kindergarten nebenan und der Club of Rome, alle sprechen von sustainability, von Nachhaltigkeit. Gelackmeiert sind hierbei jene, die bei Lidl und Netto einkaufen müssen, weil sie sich das gutmenschliche Essen im Biomarkt nicht leisten können. Und hierfür bezahlen sie mit Fettleibigkeit durch Junk Food und letztendlich mit ihrer Lebensberechtigung. Wer sich erstmals dem Gedanken ergibt, daß wir zu viele sind, wird als nächstes die Frage stellen müssen, wer denn zu gehen hätte und da ist man eigentlich nie auf der eigenen Liste. Worauf wird man also zurückgreifen müssen? Auf althergebrachte Muster und Vorlagen, auf die Strickmuster der Eugenik.

Ich verwende kein Deo. Meine Duftmarke ist Nussschnaps. Ich bin Schwerstalkoholikerin, nicht nur schwer weil ich fett bin und meine aufgedunsene Leber inzwischen mehrere Kilo wiegt, und so stehe ich inzwischen vermutlich auch auf solch einer malthusianischen Liste. Ich denke, weil ich diesen Planetenrettern den Schnaps vom Tisch trinke. Obwohl ich diese Argumentationslinie bisher nicht finden konnte im Memorandum NSSM 200 eines Herrn Kissinger, bin ich mir doch sicher, dass das irgendwo im Kleingedruckten verschwunden ist. Wer hat schon die Zeit, die näheren Ausführungen zur Entvölkerung zu lesen, wenn einem Heimatplanet unter den Füssen wegschmilzt und sich antialkoholische Fluten über einen ergiessen.

Die Argumente der liebreizenden Eugenikerschaft - sind ja schliesslich keine Nazis, obwohl sie im Grunde fast die gesamte Weltbevölkerung vom Tisch wischen würden - kommen in ähnlichen Verpackungen wie das Junk Food, das sie uns servieren. Die Sorgenfalten, die sich in die kindlichen Gesichtszüge eines Bill Gates mischen, wenn es um den Hunger in der Dritten Welt (immerhin noch eine Bronzemedallie) geht.

Und gestern hätten sie mich fast erwischt mit der Metapher eines Einzellers, der sich von Kartoffelschnaps ernährt: Jede Sekunde teilt sich dieser Einzeller und verdoppelt somit seine Population. Aus eins wird zwei und aus zwei werden vier. Das geht lange gut und die Flasche scheint unerschöpflich. Wenn aber die Flasche noch halb voll ist mit Kartoffelschnaps und halb mit Einzellern, dauert es noch genau eine Sekunde bis die Lebensgrundlage, der Kartoffelschnaps, alle ist und die Flasche nur noch voll mit Einzellern.

Heute aber, da der Körper nach dem Rausch wieder in sich selbst zurückgefunden hat, begreife ich, dass ich als Vielzeller diese Flasche ganz alleine leergesoffen habe. Und so denke ich mir: Wenn sie denn so besorgt um diesen Planeten sind, warum gehen sie dann nicht mit gutem Beispiel voran und rotten sich erstmal selbst aus, diese eugenischen Raubwanzen mit all ihrer Unersättlichkeit. Dann hätte jeder Münchner seine eigene Wohnung (4400 pro qkm) und es wäre auch für uns gesundes Essen wieder erschwinglich. Denn die Alternative käme weniger einer Szene aus David Attenborroughs Naturfilmen gleich, denn einer nicht so blühenden Wüste wie in Becketts Endspiel. Und da gibt es selbst für die vier letzten Überlebenden keinen Tropfen Kartoffelschnaps.
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Donnerstag, 7. November 2013

Hohlkopfgeschosse im Zeitvergleich

WARUM DAS HOHLKOPFGESCHOSS UNBEDINGT WIEDER ERLAUBT WERDEN MUSS - oder warum eigentlich die Kriegskontrollgesetze abgeschafft werden sollten


Vorwort: Versehentlich bin ich auf einen Eintrag aus dem Jahr 2007 gestossen, der mir erneut vor Augen geführt hat, dass sich die Zeit nur bei der Handyentwicklung weiterbewegt. Im Grunde besteht ihre Zeitachse aber aus einem Punkt. Die Ausweitung des Nahostkonflikts gab es damals wie heute.
Zum anderen möchte ich die Begrifflichkeiten nochmal auf den Desktop bringen, weil der Begriff des Hohlkopfgeschosses für die hartelinie wie geschaffen ist, wo Hohlkopf und DumDum aus der gleichen Familie kommen. Denn es ist der einzig mir bekannte Waffentyp er zugleich sein Ziel bezeichnet. So denn:


Was die hartelinie nicht versteht, ist das Prinzip der Kriegskontrollgesetze. Beziehungsweise wir verstehen es sogar sehr gut und finden sie eine Riesenschweinerei.

Hatte ich mich doch anfangs gewundert, warum einerseits die Jugend als tugendlos, verwahrlost etc verschrien wird und uns andererseits von der Dauerglotze nichts anderes serviert wird als Leichen und Sex, der Videomarkt nur so überquillt von Kriegsspielen.
Unser Nachwuchs wird medial bereits zum Soldaten ausgebildet. Bis zu Beginn des Einsatzes hat er tausende von Leichen gesehen und wurde am Simulator an diversen Waffentypen trainiert. Kein Wunder, daß der technologische Vorreiter in dieser Sache, die USA, ihre gewaltbereite Jugend dann auch sinnigerweise ziemlich komplett in die Schurkenstaaten abtransportiert. Mord und Totschlag, im zivilrechtlichem Sinne verboten, im völkerrechtlichem Kriegsfall sind sie ein Muss.

Aber ... dann ist vieles wieder auch nicht erlaubt. Die Genfer Konvention und Kriegswaffenexportbestimmungen, Atomwaffenabkommen und Verbot von verschiedenen Patronentypen.

Ein Glücksfall für den Verletzten und der Gau für den Schützen ist ein glatter Durchschuß. Im Kriegsfall geht es mehr darum, die Feindkräfte zu binden, was vorwiegend durch massive Verletzung und den anschließenden Abtransport erwirkt wird.

Als "am wirksamsten" gelten Hohlkopfgeschosse, weil bei diesen durch die konkave Ausbuchtung in der Geschossspitze der Auftreffimpuls ins Geschoss-Innere geleitet wird und das Geschoss regelrecht zum Explodieren bringt und Fragmentationsgeschosse, die sich nach dem Auftreffen in eine nicht vorher bestimmbare Anzahl von Einzelteilen zerlegen und mehrere "temporäre Wundhöhlen" verursachen. Sie sind international zum Einsatz gegen Menschen verboten.

Die durch den zum Geschossboden hin verlagerten Masseschwerpunkt entstehende Drehung des Vollmantel-Rundkopfgeschosses (zB 9mm VMRK) im Schusskanal (Narrow Channel) führt zu einer temporären Wundhöhle, die einen Durchmesser von bis zu 20cm haben kann. Im Glücksfall für den Schützen werden noch Teile der Schutzweste mit in den Körper gerissen, wo das Geschoss fragmentiert und möglichst viele Organe so verletzt, daß der Verwundete so invalid wie möglich überlebt.

Der klassische Fall ist die Erfindung des Dum-Dum-Geschosses:
Es leitet sich ursprünglich vom Namen der Munitionsfabrik in Dum-Dum (bei Kalkutta) in Indien ab, welche in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für die Britischen Kolonialtruppen eine Patrone mit Teilmantelgeschoss bekannt als "Cartrige, S.A., Ball, .303-Inch Mark II* C." fertigte. Schon während des Mahdi-Aufstands 1889 im Sudan wurden die Geschossspitzen der damals verwendeten Patrone "Cartrige, S.A., Ball, .303-Inch Mark II C." durch die britischen Soldaten abgefeilt (kein Hohlkopf, sondern eben erst ein flacher) und somit freigelegt, um eine geforderte, bessere Mannstoppwirkung zu erreichen.

Erst kürzlich wurde einem serbischen Soldaten vor dem internationalem Gericht für Kriegsverbrechen vorgeworfen, mit entsprechender Munition, die durch ihre hohe Mündungsgeschwindigkeit von 1000m/s als panzerbrechend erweist, aus einem Draganow-Gewehr auf menschliche Ziele geschossen zu haben.

Meines Wissen ist das Draganow, gerade aufgrund seiner hohen Mündungsgeschwindigkeit speziell für Sniper gedacht, um weit zu schießen. Und dabei handelt es sich auch um Weichziele. Dem Opfer wird es egal sein, um welchen Patronentyp es sich gehandelt hat und aus welcher Entfernung der Schuss erfolgte. Mich würde es allerdings nicht wundern, wenn die Militärpolizei mit Massbändern auf den Schlachtfeldern wandelt, um etwaige Kriegsverbrecher ausfindig zu machen.

Panzermine auf der Autobahn einbuddeln ist ok, auf dem Feldweg gibts Ärger mit dem Internationalem Gerichtshof. Torpedos auf Schiffe, ja, Tischbein, Granate, Messer oder Löffel, alles ok, aber Hohlkopfgeschosse ... nein.

Minen zur Bekämpfung von Weichzielen sind ok, wenn man nicht entsprechende Papiere unterschrieben hat. Und in jeder Panzermine befindet sich selbstverständlich ein Anti-Personen-Mine, die vor einiger Seite noch manuell beigelegt werden musste, um deren Bergung zu verhindern. Auch die BRD führt noch Anti-Personen-Minen im Arsenal. Wer auf eine Panzermine tritt, ist im Grunde einfach selber schuld.

Atomwaffen darf haben, wer sie vor dem Sperrvertrag schon hatte und wer diesen nie unterschrieben hat und zwei drei andere. So besitzt Israel mehr nukleare Sprengkraft als Indien oder Pakistan - obwohl es offiziell keine Nuklearwaffen besitzt. Und dann ist es auch nicht verwunderlich, daß die Grünen für die Lieferung deutscher U-Boote der Dolphinklasse an Israel stimmen, die diese mit ihrem Nuklearwaffen aufrüsten. Bleibt fraglich, ob diese größtenteils von deutschen Steuergeldern finanzierten Atom-U-Boote ein wesentlich Beitrag Deutschlands zum Weltfrieden sind.

Selbst der Abschuß von Zivilflugzeugen wirft uns wieder zurück auf die Definitionsgewalt, und wenn man die hat, die Definitionsgewalt, dann geht das eigentlich sogar im Friedensfall.

Radioaktive Waffen, wie die bunkerbrechenden GBU-Bomben der USA und anderer Munition mit Uran, sind wiederum all clear, obwohl man rein rechtlich nach Beendigung der Kampfhandlung den Dreck auch wieder entsorgen müsste. Das neueste ist dann aber doch umweltfreundliches Töten mit einem Nano-Wolfram-Glas-Gemisch, das kann man dann auch liegenlassen.

Bei der Anzahl der Ermordeten wird es dann etwas absurd, denn einer kann schon zuviel sein. Es können aber auch Millionen sein und es ist ok.

Und jetzt aufgepaßt, denn Folgendes geht eigentlich nicht, aber eben doch: Phosphorbomben und Streubomben sind nicht gut, aber passiert auch nix, wenn's mal passiert, wie jetzt im Libanon. Jede Art von Bomben auf zivile Ziele, hatten im obigen Fall und auch im Irak keine Folgen. Denn keine Presse ist die beste Presse - wie derzeit im Sudan, Nahen Osten, und so weiter und so fort. Wie das so läuft erzählt uns, wiedermal, Noam Chomsky mit dem Film Manufactoring Consent.

Es geht darum, daß man die drankriegen kann, die sich nicht an die Regeln halten in diesem dreckigen Spiel, das wir eigentlich garnicht bräuchten, dessen Erfinder und Enkel allerdings zugleich die sind, die auch die Kriegskontrollgesetze durchbringen. Und eine der perfidesten Waffen dieses Massenschlachtens sind die Kriegskontrollgesetze selbst. Denn sie versuchen zu rechtfertigen oder zu verteidigen, was schlichtwegs verboten und abgeschafft gehört. Ich glaube es heißt: Den Belzebub mit dem Teufel austreiben.

Und deßhalb meines Erachtens: Entweder Kriegskontrollgesetze raus oder Hohlkopfgeschosse rein.
Ganz klar ein Fall für hartelinie.Hohlkopfgeschosse erhalten ein klares 'in', sind 'long, long, long' und für unserer Portfolio ein klarer Kauf. Auch ein deutlich postives Signal sehen wir bei dem Gerücht einer Wettbörse auf internationale Konflikte - über deren Eintreten, Verlauf und Ausgang. Wenn ich jetzt nicht diesen Dummy-Effekt hätte, daß wo was reingeht auch was raus muß, weil schon voll ist, dann wüßte ich auch noch ob was dran ist an dem Gerücht.

Als erste Makro-Wette schlage ich den Nahen Osten vor. Denn: Wie sich die USA ihre Neue Strategie rund um den Irak vorstellen, zeigen die nun mehrfach veröffentlichten Karten des Neuen Nahen Ostens. Das sieht nicht gut aus für den Iran, aber auch nicht für die Verbündeten der USA wie die Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan. Dafür gibt es dann endlich ein Kurdistan und auch ein Belutschistan, sowie einige andere interessante Nebenprodukte dieser ethnischen Säuberung. Daß die Sache schon am Laufen ist sehen wir immer noch im Irak, sowie an den ersten Vorbereitungen im Iran, wie den Anschlägen auf die Revolutionären Garden in Belutschistan, die die USA witzigerweise dem Iran selbst in die Schuhe schieben will. Auch der zweite US-Flugzeugträger im Persischen Golf wird nicht gegen irakische Stadtguerilla eingesetzt werden.
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Donnerstag, 30. Mai 2013
Schneckentod
Noch etwas betäubt von der Mai-Eiszeit stolpere, rutsche ich halbblind durch meinen beschaulichen, von Frieden gesättigten Garten ... krack, die erste Schneck. Die Schleimspur weitet sich ob meines Imprints beträchtlich aus.

Wer sich nicht an meine Spielregeln hält ... Jahrelang habe ich versucht mit ihnen zu sprechen, ihnen gut zuzureden, wie ich das auch mit Pflanzen, wie dem Girsch, tue. Aber wer nicht hören will muss fühlen. Krack.

Ich erkläre den Schnecken den Krieg. Feindliche Kombatanten, die ich, seit das alle so machen, nicht mehr in Haft nehme, sondern vor Ort und auf der Stelle liquidiere. Ein letaler Ausfallschritt oder die Salzbombe.

Ich fühle mich wie eine Ansammlung blauer Kügelchen. Wie das Michelin-Männchen, nur aus Blaukorn - ich bin der Schneckentod. Ob mit, ob ohne eigenes Haus, ich bin kein Campingplatz. Und wer behauptet, daß hinter einer Schleimspur auch nur die Spur eines guten Willens steckte, naja ... krack.
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Freitag, 17. Mai 2013
Böse sein verboten
So kann man das natürlich auch angehen. Laut einer Umfrage werden viele Benutzer von Facebook oder anderen virtuellen Netzen darin beleidigt oder mehr. Das ist offenbar nicht gut. Wir wollen, daß alle zueinander lieb sind. Wenn gut zureden nicht hilft, dann müssen wir das eben gesetzlich regeln. Wenn mit der Ex-Freundin der halbe Bekanntenkreis wegbricht und ihr darin recht gibt, daß es sich bei ihm offensichtlich um ein Arschloch handelt, dann könnten sie das doch einfach für sich behalten und allen wäre geholfen - außer ihnen selbst. Bei anderen wiederum, die es nie zu einer Freundin geschafft haben, greift der Gedanke des Minderheitenschutzes. Das können dann 90% als diktatorisch empfinden, aber unser Rechtsempfinden ist dadurch wieder in der Balance.

Ist schlimm genug, daß sich immer mehr hinter Social Media und Bloggerseiten verstecken, weil sie aus Angst vor Beleidigungen den öffentlichen Raum zunehmend meiden. Da sollten wir sie wohl wenigstens hier beschützen. Will man sich garnicht ausmalen, wieviel Leid und Traumatisierung schon allein durch Anhupen verursacht wird. Da wollen wir das im Virtuellen mal garnicht einreißen lassen. Schließlich ist es ja auch verboten, im Arbeitszeugnis wörtlich reinzuschreiben, daß es sich um einen faulen Arbeiter handelt, der regelmäßig zu spät gekommen ist, mit Ausreden, die noch dümmer sind als er selbst.

Verboten gehört der Gedanke, daß es manche ganz einfach verdient haben und froh sein können, daß es nur ein Shitstorm ist - und nicht gleich das Haus angezündet, wie das beim Haberfeldtreiben wohl schon auch mal vorgekommen ist. Verboten und sanktioniert gehört der Trugschluß, daß hier über die Hintertür eine neue soziale Norm zementiert werden soll, die besagt, daß man seine Wut und seinen Ärger nicht mehr öffentlich äußern darf.

So oder so ähnlich scheint das zumindest die bayrische Justizministerin zu sehen, wenn sie wie ein Kind in der Analphase mit dem Shitstorm den Teufel Social Media an die Wand malt, während vom Zufall geleitet die Kollegen von der Polizei die hauseigene Kritikerin im Falle Mollath, Frau Gresser, aufsuchen, um ihr nahezulegen, besser nichts mehr zu Veranstaltungen der Justizministerin zu twittern. Zum Thema Shitstorm sollte sich Frau Merk bis in post-mollathsche Zeiten besser nicht mehr äussern.
Ist doch irre. Wegen einem Fall Mollath schlägt noch der Bürgerkrieg wie der Blitz in die CSU ein.
Dazu ein paar kluge Worte aus "Upright man - von Bill Laswell":
They looked but there was not the safe
they looked to the lord but he did not answer them
then I beat them as small as the dust of the earth
I stamped them like the mire of the street
and spread them abroad.

Das spitzfindige für mich ist die Tatsache, daß es Kollegen aus Ottobrunn waren, die sich auf wessen Dienstanweisung auch immer genötigt sahen, Frau Gresser mal einen Hausbesuch abzustatten.

Denn bei der Münchner Polizei sprach man schon 1999 vom organisierten Erbrechen. Zumindest kamen da einige dickere Brocken hoch. Ich fand und finde meine damalige Polizeiinspektion ja sehr ... lustig, bayrisch, zünftig. Bayrischer Großstadtrand. Da gabs früher noch einen Getränkeautomaten mit Bier und dann der große, mir sehr sympatische Knaller mit dem Preisschießen auf dem Revier. Cowboymäßig, aber ungefährlich. Leben und leben lassen.

Ottobrunn ist da anders. Ein kosmisch scheinbar schlecht gelegener Aussenbezirk, wie auch Taufkirchen, wenn ich das hier mal so offen sagen darf. Denn hier kommt es zu Auswüchsen, die eben nicht mehr so gemütlich mit der bayrischen Lebensart erklärt werden können. Oder letztendlich doch? 1999 schafften es vier Kollegen von der PI Ottobrunn wegen Beihilfe zu Menschenhandel, Zuhälterei, Bestechlichkeit, Geheimnisverrat und Drogenhandel in die Schlagzeilen, nachdem sie über Jahre hinweg sozusagen ihr eigenes Bordell betrieben.

Wenn Ottobrunn zu Besuch kommt, Frau Gresser, dann dürfen sie sich glücklich schätzen, jetzt nicht an einer schleimigen Eisenstange herunterrutschen und auf Tischen tanzen zu müssen. Nur mal ne SMS löschen, da hat sich was getan in Ottobrunn. Aber andernorts. Desshalb vermeide ich so weit es geht, mich mit medialen Gutmenschen anzulegen. Denn nach dem Energieerhaltungssatz des kleinen Mannes, muß es, wo es oben ganz sauber ist, unten sehr schmutzig sein.

Für Münchner gänzlich unbekömmlich ist die Tatsache, dass es sich bei der bayrischen Justizministerin Merk um eine preussische Schwäbin handelt. Nennen Sie es meinetwegen rassistisch, auf jeden Fall ein böses Omen. Das sind die, die sich durch die Hölle klagen, die harten Hunde, die ihr eigenes Leben nicht schreckt. Wie verletzte Wildschweine noch umnieten, was geht. Angeschossen sind die am schlimmsten.

Als wären es die normalen Bürger, die sich gegenseitig mit Shitstorms überschütten und am liebsten gegeseitig auffressen würden, versucht ein zu Staat geronnener Lobby-Apparat uns seinen Schutz einzureden und aufzudrücken, der uns letztendlich wirklich auffrisst. Wer schützt hier wen vor Gustl Mollath?
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Sonntag, 18. November 2012
Bier-Boarding im Haberfeld
I sog ned a so und aa ned a so, aber so oder so is jetz die Wiesn vorbei.

As Gschwerl is wieder hoamgfahrn, zumindest de meistn. Wie man eben so sagt: der Unterschied zwischen Saupreißn und normale Preißn ist, daß letzterer nach dem Urlaub wieder heimfährt. Denn mit den ersteren gibt es hierzulande so seine Schwierigkeiten. Davon abgesehen, daß sie den Einheimischen das Bier wegtrinken und an der Parkplatzproblematik nicht sonderlich konstruktiv mitwirken, dauert es kein Jahr und schon fühlen sie sich wie die Platzhirsche, die plötzlich merken, daß die grantige Bäckerin und das besoffene bayrische Prekariat nicht wirklich auf ihrer Wellenlänge liegen.

Die bayrische Küche war bis vor wenigen Jahren, von Mehlspeisen, Semmelnknödeln in Champignonsauce und gemischtem Salat mit Speckwürfeln, eine rein antivegetarische. Wasser war zum Händewaschen da und alkoholfrei ein Ausdruck von Lebensfeindlichkeit. Die Semmeln hießen Semmeln, das Wetter war prinzipiell zu kalt oder zu heiß und die Menschen per Du.
Es dauert kein Jahr und der Preiß stellt fest, daß Bayern eigentlich nur seine Schönheit erlangt, wenn es keine Bayern mehr gibt. Kein Jahr und dem Zugereisten fällt ein, daß Vegetarismus die Hochkultur der mundialen Küche darstellt und nur Untermenschen mit Stiernacken und haarigen Wadeln sich an der durch und durch fettigen Fleischküche Süddeutschlands vergehen. Plötzlich sind die Brezen zu salzig, die Kuchen zu sahnig und das Urige zu grob geklotzt. Plötzlich muß alles mongolisch sein und die scharfen asiatischen Gewürze durchdringen jeden in München geborenen Schweinsbraten.
Zudem fehlt dem alpenländischem Urtyp, außer gegenüber Dackeln, jeglicher Ansatz von Tierliebe. Der Bayer lebt wie eine Sau und frißt sie anschließend, weil er sie nicht mag. Er scheißt die hageren Preißnkinder in einem Tonfall an, daß sie sich durch diese Traumatisierung letztendlich wie ihre Eltern entwickeln und ebenso zu Saupreißn mutieren, ohne jegliche Chance der genetischen Assimilierung.

Kurz und gut: der Bayer und der Preiß haben ein Unverhältnis, das sich in eine zu eng geschneiderte Zwietracht kleidet. Aus Sicht des Bayern hat der Preiß den zweiten Teil von Leben, das Leben-lassen, nicht verstanden oder will es zumindest nicht verstehen. Vielleicht ist es der berufsbezogene Aspekt der Zuwanderung, der vorwiegend karrieristisch orientierte Norddeutsche an den Alpenrand verschlägt. Mag sein, daß es sich bei den innerdeutschen Migranten aus dem Norden um eine Spezies handelt, die besonders durchdrungen ist von jener protestantischen Arbeitsethik. Ein Völkchen, das sich attackiert fühlt von der Philosophie des "paßt schon"und "werd scho wern", das in der Gemütlichkeit einen bedrohlichen Kapitalverlust sieht, wie sich das auch in der hektischen Sprechweise der nordgermanischen Invasoren ausdrückt.

Die Liberalitas bavariae wird hierdurch nicht nur auf die Probe gestellt, sondern in einem Maße malträtiert und vergiftet, daß sich jene Freundlichkeit, die hinter all dem Grant und der scheinbaren Verbohrtheit der Einheimischen steckt, nicht mehr so leicht hervorkramen läßt.

Ob dieser blinden Herangehensweise der okupierenden Gewalt gerät so manches in Vergessenheit. Alte Riten und Ruten. Denn so angenehm weiß-blau wie die bayrischen Tage gestalten sich die Nächte oft nicht. Nachts bleibt Bayern so schwarz wie es sich politisch durch den Tag quält. Schwerer Nebel hängt inzwischen über dem Amigo-Sumpf und in den dunklen Stuben köchelt eine Suppe, die sich nicht verdauen läßt.
As Hoberfeldtreibm

Ein Fluch im Wind
und jede Lüg´ zerrinnt.
In tiefer Nacht,
dort gründet unsre Macht

Jaz Kameraden lasst`s enk sang,
doat`s enkara Gwara scharf lan,
wenn enk oana duat net bass`n,
schiaßt´s eam glei nei in a Hax´n.
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