Brandneuigkeiten vom G7-Gipfel
Ich benenne es nach der übernächsten Parallelstrasse, aus Sicherheitsgründen und weil die eben mit 'G' anfängt und nicht wie meine Strasse mit 'S'. G 7, weil wir uns ab sieben Uhr abends treffen. Wer früher kommt, kann drüben im Park warten. Da sind immer paar Bänke frei und je früher desto mehr Parkplätze sind noch frei. Aus Sicherheitsgründen eben nicht der wirkliche Ort des Geschehens, sonst würde ja jeder kommen und man könnte nicht selektieren. So aber demonstrieren sie zwei Strassen weiter weg und wir haben unsere Ruhe. Wenn alle absagen, kann ich immer noch zwei Strassen weiter die dort noch Wartenden letztendlich doch noch einladen. Naja.

G7 also, ein zweifaches Täuschungsmanöver, denn andere treffen sich zeitgleich nicht so weit von hier unter dem selben Namen. Mit 50 Kampfhubschraubern kann ich natürlich nicht aufwarten, aber wenn jemand einen mitbringen möchte, kann ich durchaus mal beim Bauern vom Nachbaracker fragen. Parken ist eher schwierig. Vielleicht lassen sich paar Fahrgemeinschaften bilden oder der ein oder andere versucht es mit öffentlichem Verkehr. Nee, war n Witz. Siehe Artikel unten.

Weil Sie ja nicht Jeder sind, soll Ihnen Ihre Einladung sicher sein. Und sobald man weiß, dass es einfach zwei Parallelstrassen weiter ist, findet man auch hin. Witzigerweise besprechen die anderen G7-Typen ähnliche Themen, nämlich Umwelt, Politik und Wirtschaft. So werden auch wir in einer Wirtschaft von Politik sprechen, das Drumherum kennen wir ja zu Genüge, deswegen treffen wir uns ja in der Wirtschaft und nicht in der Umwelt. Es gibt sehr Feines vom Fass. Das kann ich Ihnen versprechen. Es ist keine Fünf-Sterne-Wirtschaft wie die in Elmau, aber fünf Sterne für sieben Nationen, na bitte, da ist der Konflikt doch im Grunde vorprogrammiert. Bei uns gibt es so viele Fässer, dass keiner leer ausgeht.

Auch versprechen kann ich Ihnen, dass es nicht so lange dauert, wegen der Austerität und weil die Wirtschaft noch vor der Geisterstunde zumacht. Ein altes Brauchtum hier in Bayern, wegen dem öffentlichem Verkehr, der auch keine Geister mag. Wer will, kann ja dann noch rüber nach Elmau.

G7-Gipfel. Zwei Parallelgipfel von höchstem Rang und Namen. Die hartelinie und ihre Blogkollegen und wenn die Russen noch kommen, wird das richtig pfiffig und den Herren mit den Anzügen klauen wir die Show und die Clicks wie nix. Die sind froh, weil sie keine Öffentlichkeit wünschen und wir sahnen aufmerksamkeitstechnisch mal richtig ab. Dafür möchte ich die 50 Kampfhubschrauber haben. Deal?


kopfschuetteln am 20.Mai 15  |  Permalink
also, von mir bekämen sie die 50 kampfhubschrauber sofort, wenn nicht sogar unverzüglich. (und? was stellen sie damit an?)

So werden auch wir in einer Wirtschaft von Politik sprechen: ich sage nur weise, sehr sehr weise. ich weiß nicht, ob der begriff der wirtschaftsweisen geschützt ist, ob sich ein jeder so nennen darf. er würde ihnen jedenfalls zustehen.

einemaria am 22.Mai 15  |  Permalink
Ach,
meine liebe kopfschuetteln. Das aus ihrer Tastatur. Ich bin gerührt. Ich hoffe, Sie kommen zum Alternativgipfel. Sie sind hiermit nochmals ausdrücklich eingeladen. Vielleicht wenigstens mit einem Kampfhubschrauber. Aber gerne auch ohne. Vielleicht könnten wir Sie für einen Vortrag gewinnen. Einen Sinnspruch für die nächste Runde des Besäufnisses oder eine kleine Aphorismenausschüttung an ihre Reaktionäre.

Kampfakkuschrauber hab ich schon, also hätt ich hald auch gern einen von den Helis, oder wie das auch bei Yachten im Grunde immer ist, gleich zwei, weil einer immer in der Werkstatt ist. Eine Luftunterstützung für die Bodentruppen der hartenlinie. Desshalb heiss ich jetzt ja auch hartelinie.mil. Aufrüstung um die Wirtschaft anzukurbeln. Von der Leyen auf gelernt haben wir das. Grosswildjäger, da lach ich ja, wir exportieren sogar Wildkatzen. Leopard, Gepard, Fuchs. Der Tiger aus dem zweiten Weltkrieg hat es allerdings nur auf seinen zwei Ketten im Angriffsmodus bis ins weite Ausland geschafft. Die Exportstatistik des dritten Reichs würde ich gern mal sehen. Vielleicht nennt sich ja jetzt der Eurocopter auch Tiger, um diese Scharte wieder auszuwetzen.

Und da sind zwei, drei, meinetwegen auch 50 Kampfhubschrauber als Motor der Wirtschaft und als verlängerter Arm der Politik, über die wir sprechen wollen, als unser Arm, den wir auch mal ausstrecken, wenn es irgendwo brennt oder brennen soll. Denn mit den Anophelesmücken als Luftwaffe, das hat sich wegen des Wetters hier nicht so bewährt. Biotechnologie kann auch mal in die Hosen gehen. Auch wenns toll klingt. Da greif ich lieber auf Hardware wie den AH-64 Apache oder die AC130 zurück. Angel flares, die Engelsfackeln am Abendhimmel, das muss man erlebt haben, um sorgenfrei sterben zu können.

kopfschuetteln am 27.Mai 15  |  Permalink

ach, das wäre was, ich auf einem alternativgipfel. wo ich doch so gerne schwadroniere.
ob die mich aus thüringen einreisen ließen. da regieren jetze kommunisten, ähm lupenreine sozialdemokraten, selbstverfreilich. was doch sehr verdächtig ist. ich begrüßte es übrigens, wenn mich die gebirgsschützen nicht begrüßen, so ein tamtam brauche ich nicht.
klaro, hartelinie.mil. sie machen also ernst, also mobil. verstehe ich. die wirtschaft steht im mittelpunkt all unserer bemühungen, wir sollten ihr nicht im weg stehen. aber beeilen sie sich. es gab überlegungen, die informationen über rüstungsexporte offener und parlamentsfreundlicher zu gestalten: "Dazu gehört die Einrichtung eines parlamentarischen Kontrollgremiums nach dem Vorbild der Geheimdienstkontrolle." ja, das mag sie jetzt wundern, wie man in diesem satz ein "vorbild" unterbringt, besser gesagt unterstellt. ich beliebte zu scherzen: rüstungsexporte und kontrolle? nach dem unterstellten vorbild bestünde sowieso keine gefahr für die wirtschaft, und soweit wird es sowieso nicht kommen. man muß das ganze zeug unter die leute bringen, ob die wen damit umbringen? muß sich der zahnpastahersteller für jede einzelne tube rechtfertigen, was kann er oder sie denn dafür, wenn die leute nicht die zähne putzen und die zahnpaste zweckentfremden, für gott weiß für was!
was eigentlich noch dreister (als eine kontrolle) erscheint, sind die anfragen; speziell der linken. demnächst kämen die noch auf die idee, den endverbleib von rüstungsexporten zu hinterfragen. absolut kontraproduktiv. wenn irgendwo waffen und son zeug verschwindet, naja. aber, wenn das zeug nicht dort ist, nicht dort wo es sein sollte? na? dann fehlt es da, natürlich. ich denke, da sind wir einer meinung: wir liefern. und liefern...
und damit liefere ich ihnen meinen sinnspruch: schüttelt und rührt euch, am besten gleichzeitig! und verzeihen sie mir die abschweifungen. hat wohl mit dem schwadronieren zu tun.


einemaria am 28.Mai 15  |  Permalink
Ach, sagen Sie bloß, in Thüringen hält man sich jetzt rotes Pack als Kopfbedeckung. Ich dachte, wir wären mit dem Ausrutscher nun endlich übern Berg. Dembezüglich werden sich Gebirgsschützen bei Ihrer Ankunft kaum vermeiden lassen. Wegen der Sicherheit. Könnte ja sein, dass Sie infiziert sind, eine IM-bedingte Späterkrankung oder so was. Vielleicht ließe sich das Geböllere einsparen, aber Schwerstalkoholiker, die ihre eigene Leber essen, sind bei uns in Bayern einfach althergebrachte Hochkultur.

Wie Sie sagen, ob nun Zahnpastatuben oder Leerrohre auf Ketten, Produkthaftung heisst doch nur, dass es letztendlich auch funktionieren soll. Der Gedanke, dass der Messerschleifer wegen Dual Use an den Pranger und später an den Galgen soll, ist geradezu hinrissig. Wenn man sich überlegt, wieviele Leute von Bäumen gefallen oder von Ihnen erschlagen wurden, müsste man ja die Bäume vor den Panzern vernichten. Es ist das heutige Scheuklappendenken, wo ohne Hintergrundwissen und fundierte Studien einfach Sachen behauptet werden, deren einzige Grundlage der Mageninhalt ist. Sicherlich könnte man den Krieg verbieten. Man könnte jede lebensverlängernde Massnahme wie die Genfer Konvention oder ähnliches Kriegsrecht augenblicklich kappen, den Kriegsspielkasten einfach zumachen und auf die alte bzw. Hollywood-Variante zurückgreifen: Häuptling gegen Häuptling und das Volk schaut zu.

wie lange muss man denn einen Herrn Ströbele noch in besagtem Kontrollgremium sitzen lassen, ehe er weichgekocht ist. Erstmal haben wir ihn und auch gerne einen von den Linken in Kontrollgremien gesetzt, dass sie nicht drüber reden dürfen, was auch immer sie erfahren haben könnten. Und jetzt fühlen sie sich wohl auf ihren warmen Sesseln, dass sie selbst nachparlamentarische Jobs wie Carter als Friedensverhandler oder Fischer bei der Nabuko-Pipeline ausschlagen. Ne, ne, ich schick die alte Nervensäge jetzt dann mal in den wohlverdienten Ruhestand. Ich möchte nicht wissen, wieviele steuergelder uns allein die Angst der anderen Parlamentarier vor dieser Exportbremse aus Kreuzberg schon gekostet hat. Andererseits, ein Kontrolleur, der nichts sagen darf, ist immer noch besser als garkein Kontrolleur. Er ist das Schutzschild vor der Neugierde der Anderen, das TÜV-Siegel der Demokratie.

Als Schwadron sind Sie wunderbar.

kopfschuetteln am 05.Jun 15  |  Permalink

nun machen sie mich mal nicht verlegen. und jaja, das rote pack, dagegen konnte nicht mal der biermann anschreiben und ansingen und der gauck nicht richtig anstinken. "thürigen ist (halt) eines von den schwierigen." und daß da die linke regiert, glaube ich macht gar nichts, die machen ja nichts; außerdem sind sie mit der spd und den grünen verbandelt. und mit denen kann mal wohl alles machen, nur keine linke politik. ich meine, man müßte es ganz anders sehen, der ramelow ist jahre- wenn nicht jahrzehntelang vom verfassungsschutz beobachtet worden, was jetzt vielleicht nicht im sinne der verfassung war. aber! die gute nachricht: ein verfassungsfeind ist er nicht, denn dann wäre er ja in den untergrund gegangen oder womöglich als v-mann interessant gewesen, mein ich nur. aber weiß ja wieder keiner.

ich weiß, daß sie in bayern das brauchtum schätzen oder jedenfalls die anderen bayern. ich versichere ihnen, daß ich nicht infiziert bin, sicherheitshalber. (tatsächlich habe ich einen persilschein, aber das wohl nur deswegen, weil ich fand, daß so eine unterlagenbehörde ein vielleicht wirklich einmaliges unternehmen ist und jede noch so kleine nachfrage ihr überleben sichert.) für irgendeinen im-scheiß bin ich zum glück zu jung. oder zu altklug. nur das kann doch kein grund sein, mir so ein blödes geböllere anzutun.
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und ja, ein kontrolleur, der nichts darf: das tüv-siegel der demokratie! ach wie schön sie das geschrieben haben. und ein anderes tüv-siegel hat gerade überwachungsmaßnahmen in sachen illegale waffentransporte die zustimmung verweigert; ist das der entscheidende schritt nach vorn? und sicher auch die frage, ob der frieden bewaffnet sein muß. nicht für uns, freilich: denn wenn sich alle bis an die zähne bewaffnen, dann hat ja jeder eine, oder irgendeine, vorstellung davon, was der nächste als nächstes tun wird. einer der beiden wird zum thema produkthaftung - ganz nebenbei - nichts mehr sagen. oder sich beschweren können.

(und der ströbele ist, glaube ich kein wirkliches exportrisiko. ich glaube, am meisten nervt er seine eigene partei. also, ich finde den in diesen grenzen, ziemlich lustig.)