Donnerstag, 27. Juni 2019
Kommerz-Ode an Gaby
Wieder so ein Text, wieder Monsanto, Bayer, EZB. Man kann's nicht mehr hören, weil man anschließend ja auch noch zu Abend essen will ohne zu kotzen. Ach, der absurde Aufkauf von Monsanto durch Bayer wurde also von der EZB finanziert. Wen wundert das eigentlich noch?

Die TAZ findet, Das ist falsch, was da berichtet wird. Preisfrage: 1.Gaby Weber hat ein Vogel. 2.Gaby Weber ist rot. 3.Welche Farbe hat der Vogel? Wen wundert das von einem Blatt, das sich an der Seite einer Partei an die Macht herangerobbt hat, die sich auch gerne von BMW und Bertelsmann finanzieren läßt. Ein bemerkenswerter TAZ-Artikel über eine ihrer MitbegründerInnen. Aber das gehört(beiläufig) in die Glutenkiste.

Denkt man sich, warum haben denn nicht alle Firmen und Presseorgane den gleichen Aufsichtsrat, der zugleich parlamentarisches Kontrollgremium und Verfassungsgericht ist. Da könnte man da einiges Geld sparen - als immer nur die Buchhaltungen zu konsolidieren oder bei den Finanzämtern zu sparen.

Aber dann - ich les ja nur den Text; wer es geschrieben hat ist mir herzlich egal, also wichtig, was drin ist, und nicht was draufsteht - dann kommt so ein Antworttext, wo man sich vor Lachen kaum mehr einkriegt. Ich denke natürlich sofort an den magischen Geruch von Nussschnaps und mein Hirn wird mit Dopamin geflutet. So erfrischend frei und ehrlich geschrieben, daß man nicht umhinkommt auch mal unter den Deckel zu lugen, wer das denn geschrieben haben könnte.

Oh, Gaby Weber, ich luge dir. Die Leute sagen, du wärest - Laß sie sagen, sie wußten noch nie, wie der Kirchturm steht.

Persepolis, Telepolis, ein ewig Reich an Worten, das auch dank der Server-Flotte von heise nicht untergehen will und darf. Die einzige Texthandlung in der es sich noch zu bröckern lohnt. Und dann stößt man in der ein oder anderen Schicht noch auf Diamanten wie DICH, Gaby, Weber.

Du Geliebte meiner 27 Sinne, mein mir funkt das Neuronenfeuerwerk::: eine Glücksbombe gebiert den Krater für den Frieden, mein Herz schreit nach Dimona, Geheime Kommandosache, Gaby Weber, ein Geschenk des Himmels, der schon lange erloschen schien, seit Daimler-Benz das Nazigold waschen durfte, Du bist Alternativlos 26, der Preis des roten Goldes und das Wunder, das es nicht zu geben schien, du bist Romeo und Julia zugleich, in einer Pressewelt die uns als Lehrstück der Desinformation entgegenschlägt.

Danke, Gaby, ich liebe Dir meiner Mir für Immir. Und jetzt gibts die letzten Tröpfchen Nussschnaps auf die Sichtung meines Kometen der Hoffnung.
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Montag, 14. März 2016
Die letzten Helden eines sterbenden Planeten - eine brandaktuelle Serie
Die Lage ist so verworren, dass man am besten mittendrinnen anfängt, ohne zu wissen wo man einen Anfang und ein Ende fände. Denn was man ohne Zweifel konstatieren kann, ist die Tatsache, dass sich die politischen Grössen vorwiegend aus einer Art Karnevalsmannschaft rekrutieren. Ritterorden und Bruderschaften, die sich gegenseitg pfundweise mit Auszeichnungen behängen.

Also einfach mal rein in den Sumpf und frei raus aus deren Mitte, ein Herr Robert M.Gates, ehemaliger Verteidigungsminister der USA und Direktor der CIA. Schwierige, patriotische Verpflichtungen, die geradezu nach etwas Aufmunterung schreien. Das will mal gut belohnt werden, dass man sich so tief im Dreck die Hände nicht schmutzig macht. Dabei muss ich anmerken, dass Herr Gates rein ordenstechnisch eigentlich in der untersten Faschingsgarde spielt. Zum Einstieg also erstmal ein kleiner Fisch.

Das sind Posten, die nicht immer glücklich machen. So wurde leider nichts aus der von ihm so herbeigesehnten Bombadierung des sandinistischen Nicaraguas. Immerhin konnte dann 1985/86 von seinem Freundeskreis die wunderschöne Iran-Contra-Affäre in Szene gesetzt werden, wobei insgesamt 2.515 TOW-Systeme sowie 258 HAWK-Systeme bzw. deren Teile, auch via Israel, an den Iran verkauft wurden, um mit den Einnahmen die Contras gegen die Sandinisten zu unterstützen, die sich wiederum mit tonnenweise Kokain für die USA bedankten. Ich will mal hoffen, dass er für die Drecksarbeit, die sich doch immerhin ausserhalb jeder nationalen und internationalen gesetzlichen Grundlagen bewegt hat, dann wenigstens etwas Taschengeld oder vielleicht einen gratis Puffbesuch bekommen hat, oder war es am Ende nur dieser magere George Bush Award oder die Ernennung zu America's last bipartisan figure durch das Foreign Policy Magazine. Da reisst man sich seinen patriotischen Arsch auf und dann ...

Das muss man sich mal vorstellen, was diese Menschen leisten, während unsereiner bei einer 48-Std-Woche schon ins Schwitzen gerät. Wirklich traurige Ämter und Verpflichtungen hat dieser Mann also gehabt, die ihm, neben lächerlichen 8 Ehrendoktortiteln (weil einem vor lauter Politik einfach die Zeit zum langwierigen Studieren fehlt), zumindest ein paar dieser Faschingsorden eingebracht haben. Und um diese soll es bei unserer Reise durch die Welt der Ritterorden ja vorwiegend gehen.

Herr Gates hätte es nie in den Vorstandsvorsitz der Boy Scouts gebracht, wenn er als Eagle Scout nicht mindest 24 Verdienstabzeichen bekommen hätte und nach mehr als 25 Jahren weiteren ehrenvollen Mitgliedsjahren den Silver Buffalo Award (wie auch alle amerikanischen Präsidenten seit Einführung des Awards, von Obama mal abgesehen, aber als Ausländer war der vermutlich eben nie bei den Boy Scouts) . Erst so konnte er durch die Loge als Bruderschaftsmitglied des Orders of the Arrow zum Vigil Honor nominiert werden. Und das alles neben seiner Tätigkeit als Verteidigunsminister, Chef der CIA und Oberaufseher über den Verkauf von 2.515 TOW- sowie 258 HAWK-Systemen an den Teufel Iran.

Schon allein für diese Leistung hat dieser Mann locker noch den Algernon Sydney Sullivan Award, Arthur S. Flemming Award, Sylvanus Thayer Award und den Silver Buffalo Award verdient.

Was es aber nun wirklich auf den Punkt bringt, wie sehr sich diese Wesenheit für das Wohl der Menschheit reingehängt hat, ist die Verleihung des First Class Awards des bahrainischen Ordens der Ritter von Rizal, durch seine Majestät König Hamad bin Isa Al Khalifa at the Safriya Palace in Manama, Bahrain, 2008. Ein Ritterorden - wobei mich das schon ein wenig stutzig macht, wenn nun schon die Araber den Kreuzfahrern nacheifern - der die Ideale des phillipinischen Nationalhelden Jose Rizal in Ehren hält. 1911 gegründet durch den späteren Polizeichef von Manila, lautet sein Grundsatz: non omnis moriar (ich möge nicht ganz sterben).

Leider und völlig zu Unrecht, vielleicht weil es ein paar Hawk-Systeme zu wenig waren, hat es Herr Gates bisher nicht zu mehr Anhängseln und Orden gebracht. Ein kleiner Fisch also in der so reichen Welt der Bruder- und Ritterschaften. Aber ich wollte mal klein anfangen in dieser so wirren Welt der Faschingsgesellschaft. Sie dürfen sich aber schon auf echte Besonderheiten freuen, wie etwa das kleinste existierende Land dieses Planeten, namens SMOM (Souvereign Military Order of Malta) bestehend aus drei dort wohnhaften Rittern, und ich meine jetzt nicht Malta selbst, sowie anderen Absonderheiten, die der Karneval des Lebens so hervorbringt. Erstmal aber Good Gates for today ...
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